Finale – „Das kleine Schwarze“

Hallo meine Lieben,

ein Monat geht schnell vorbei. Ein Monat ds gemeinsamen Nähens geht besonders schnell vorbei. Mein großer Dank geht an Sylvia und Monika für diesen schönen Sew-Along. (Die Beiträge hierzu finden sich hier: Ankündigung, Inspiration, Stoff & Schnitt, Zwischenstand, und insbesondere jetzt: Finale)

Ein kleines Schwarzes wollte ich schon lange. Aber irgendwie, irgendwie geschah da nichts. Der Sew-Along kam wie gerufen, denn ohne ihn hätte ich wohl immer noch kein kleines Schwarzes. Genäht wurde ein Burda-Wickelkleid (November 2013) aus schwarzem Viskosejersey und zusätzlich gefüttert.

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Das Resultat hat am Freitag schon den Praxistest im Büro bestanden, ohne die möglichen Unglücksmomente, die mit einem Wickelkleid einhergehen.

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Viel habe ich am Schnitt nicht geändert. Das Oberteil wurde verlängert, das Bindeband breiter genäht und der Besatz weggelassen. Das nächste Mal würde ich den Ärmel nochmal 3cm kürzer machen. Das könte man hier auch noch machen, aber wenn ein Stück mal den Zustand fertig erreicht hat, ist es gar nicht so einfach, es wieder in die Maschine zu  motivieren. Statt des Besatzes habe ich übrigens ein Band für die gesamte Kante genommen und auch das Futter damit festgehalten.

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Schwarz ist effektiv unfotografierbar. Das Futter und der Oberstoff sind beide tiefschwarz und sehen doch so unterschiedlich aus. Außerdem weigert sich der Fotoapparat sich, schwarze Flächen als Fotoobjekt anzuerkennen. Davon zeugen die unzähligen komplett unscharfen schwarzen Flächen, die mein Bilderordner nun beinhaltet.

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Als kleines Extra habe ich mich an Unterwäsche gewagt und einen passenden schwarzen Beha genäht. Tragebilder folgen hier später ganz sicher nicht. Lehre hieraus: Schwarz ist echt nicht gut sichtbar, das nächste Mal sollte ich zum Üben eine helle Farbe wählen.

Und was kommt jetzt? Als erstes empfehle ich jedem, sich die Finalkleider bei Sylvia anzusehen. Da ist einiges zu bewundern. Und für mich: ein weiterer schwarzer Stoff ist schon gekauft, diesmal kein Jersey. Mal sehen, wann er vernäht wird.

Bis bald wieder.

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Zwischenstand – „Das kleine Schwarze“

Hallo meine Lieben,

der Sew-Along schreitet schnellen Schrittes voran. So schnellen Schrittes darf man dann im kleinen Schwarzen wahrscheinlich gar nicht schreiten. Wobei, wenn man selbst näht, darf man alles.

Heute treffen sich alle bei Monika, um von ihrem Zwischenstand zu berichten. Anhaltspunkte für diesen sind:

  • Es läuft, das Kleid näht sich wie von selbst.
  • Ich bin schon fertig und so begeistert, ich werde mir sofort noch ein Kleid nähen.
  • Nichts klappt hier, der Stoff macht zicken oder der Schnitt will einfach nicht passen aber ich beiße mich durch.

Also, wenn das Kleid sich selbst nähen würde, wäre es schon weiter. Allerdings, zugeschnitten ist alles.

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Der Schnitt wurde im Januar schon mal vernäht und das Kleid passt. Der Jersey, den ich jetzt benutze und derjenige vom Januar sind sich ähnlich. Es sollte also keine bösen Überraschungen geben. (Naja, Überraschungen soll immanent sein, dass sie eben unerwartet sind.) Insgesamt bin ich ganz zuversichtlich, was den Termin nächste Woche betrifft. Da geht es schon ins Finale.

Bis bald wieder.

Transparenzblocking im Brume

Hallo meine Lieben,

seit einiger Zeit erscheint mir die Spitze-Mode allgemeinen Transparenzelementen zu weichen. Es fing an, dass statt ungedoppelter Spitzenärmel transparente Ärmel zu sehen waren und mittlerweile werden die Gestaltungsmöglichkeiten kleinteiliger und gezielter eingesetzt. Im Gegensatz zu Spitzen kann man sich wirklich nur auf den blickdicht/transparent-Kontrast konzentrieren. Einige Inspirationen habe ich bei Pinterest gesammelt und just auch am Wochenende habe ich so etwas auch in meiner blogroll gefunden, bei Erica, ein traumhaftes weißes Kleid.

So etwas will ich auch. Naja, in einer bescheideneren und etwas weniger ambitionierten Variante vielleicht?. Was als eine sehr spontane Idee begann, führte dazu, dass ich meinen fast fertig genähten weißen Brume-Rock auseinanderschnitt, um Transparenz einzufügen.

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In das Schnittmuster hatte ich mich in dem Moment verliebt, als es veröffentlicht wurde. Dann kurz überlegt, ob ich tatsächlich noch einen weiteren Jersey-Rock-Schnitt benötige. Was soll ich sagen: Die Antwort habe ich immer noch nicht, dafür aber schon zwei Röcke.

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Der Schnitt ist durch die Passenlösung sehr ungewöhnlich. Im Prinzip hat man im oberen Bereich keine Seitennähte. Die Seitenabnahmen und hinteren Abnäher sind in der Rundung der Passe aufgefangen, die dann wie eine stilisierte Fledermaus aussieht.

Genäht habe ich den Rock aus einem weißen Baumwoll (mit etwas Elasthan) Romanit. Theoretisch ein ganz toller Stoff, praktisch, naja sagen wir mal: einmal gedehnt, für immer gedehnt.

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Die Designlinien sind betont, indem ich die die Nähte von oben mit einer Zwillingsnadel abgesteppt habe. Und dann kam also die Idee des transparenten Einsatzes. Unten wurden einige Centimeter Rock abgeschnitten. Ein Stückchen Seidenjersey wurde hervorgeholt und ein Streifen davon zwischen die zwei Rockteile eingenäht. Damit der viel dickere Romanit sich nicht vor den gewollt transparenten und viel dünneren Seidenjersey legt, musste ich ihn jeweils von oben feststeppen. Und habe ich erwähnt, wie störrisch gedehnt der Romanit verbleibt?

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Alles in allem: Es wellt sich unten etwas. Nicht so schlimm, wie es könnte, aber so hundertprozent ist es auch nicht. Verwendet habe ich einen Obertransportfuß und auch den Nähfußdruck verringert, das war es noch nicht ganz. Trotzdem mag ich den Rock. Weiß bedeutet irgendwie auch Sommer. Den könnte ich mal zur Abwechslung gut gebrauchen.

Bis bald wieder.

Leinenrock – MMM #1

Hallo meine Lieben,

heute zeige ich Euch meinen relativ neuen Leinenrock. (Genau der, der in Leipzig angekündigt worden ist.)

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Genäht ist er nach meinen Standardschnitt für gerade Röcke, dessen Grundlage Marfy 0757 ist. Ich habe ihn schon mehrfach genäht, er ist mein Schnitt für bürotaugliche Röcke. Ziemlich nach Marfy-Vorgabe habe ich ihn mit einem Reißverschluss hinten und zwei Schlitzen an den Seiten genäht.

Diesmal also aus Leinen. Der Stoff besteht nur aus schwarzen, weißen und knallig orangen Garnen, wirkt durch die Mischung lachsfarben und vor allem sehr lebendig.

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Dieses Stoff-Schätzchen entdeckte ich zufällig vor einiger Zeit in einer Reste-Kiste und konnte es da unmöglich liegen lassen. Die Herausforderung beim Nähen waren die nur 70 cm Länge. Damit war fast schon klar, dass es ein schmaler Rock werden würde. Ich konnte genau die Rockschnittteile auf dem Stoff platzieren. Das war’s. Was gar nicht ging, waren die Belege, die eigentlich gefragt waren. Aber wo nur ein Centimeter Platz ist, ist nur ein Centimeter Platz. Die Belege wurden dann kurzerhand substituiert.

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In meiner Bänderbox befand sich noch breites Ripsband. Dieses wurde in Form gebügelt und bildet den Belegersatz. Das Futter wurde dann einfach aus den ganzen Schnittteilen zugeschnitten und an dem Ripsband befestigt. Ich habe einen normalen Reißverschluss genommen und von hand mit knallig orangenem Garn angenäht. Da sieht man von außen gar nichts. Wie Leinen so ist, knittert der Rock sobald man ihn auch nur ansieht. Nichtsdestotrotz hat er sich schon bewährt: schick genug für den Berufsalltag und durch die Seitenschlitze vollkommen fahrradtauglich.

Auf dem MeMadeMittwoch-Blog ist die Modenschau eröffnet. Heute ist Katharina von sewing addicted Gastgeberin, die ein traumhaftes Sommerkleid vorstellt.

Bis bald wieder.

Stoff- und Schnittvorstellung – „Das kleine Schwarze“

Hallo meine Lieben,

wir ‚Kleines Schwarzes‘-Damen treffen uns heute bei Sylvia. Zum Glück beinhaltet der heutige Termin nichts Genähtes, sondern nur die Stoff- und Schnittvorstellung. Denn meine Maschine sah gestern so aus:

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Dazu weiter unten mehr. Nun zum Sew-Along. Vielen Dank für die Kommentare letzte Woche. Ich habe mich erstmal für das Wickelkleid entschieden. Futterstoff habe ich auch die Woche gekauft (unten) und Viskosejersey (oben) war schon vorhanden.

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Den Schnitt habe ich schon mal vernäht, möchte diesmal jedoch zwei Dinge verändern. Zum Einen noch die Oberkörperlänge am Schnitt um 2cm verlängern, zum Anderen ist der Schnitt mit Beleg (orange).

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Das versteift etwas die Kante. Am Rockteil ist der Effekt, dass der Jersey durch sein eigenes Gewicht sich etwas dehnen möchte, nicht darf und mit Zugfalten antwortet. Am Wickel-quer-Oberteil (oder wie die Dinger heißen) steht die Kante zwar nicht ab, schmiegt ich aber auch nicht an den Körper, wenn man sich mal ungünstig bewegt (Lies: insgesamt mal bewegt).

Da mein Leben nicht nur im dekorativen Still-Sitzen und noch dekorativerem Still-Stehen besteht, versuche ich einen anderen Ansatz. Ich möchte einen Einfassstreifen einbauen, der in dem oberen Wickelteil etwas verkürzt die Dinge zusammenhält. Soviel zum Wickelkleid. Für den anderen Scnitt, den ich letzte Woche vorgestellt habe, müsste ich auf jeden Fall vom oberen Teil zumindest ein Probeteil basteln. Und das war letzte Woche so gar nicht drin.

Denn meine liebste Nähmaschine beschloss, die Oberfadenspannung anderen zu überlassen. Ich habe sie dann letztendlich auseinander gebaut.

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Die zwei Scheiben im linken Bild sollten eigentlich aneinanderdrücken. Statt dessen bildeten sie ein großes Tor, durch das auch der unambitionierteste Faden problemlos durchschlüpft. Im rechten Bild drücken sie schön aneinander. Diese rechte Scheibe wird auch nochmal explizit von der linken weggezogen, das macht der eingekreiste Griff. So wie ich das verstanden habe, passiert das, wenn das Füßchen angehoben wird. Bei mir war das zuletzt immer der Fall. Leider habe ich nicht ganz herausgefunden, weswegen. Kennt jemand vielleicht das Problem? Ich reinigte und entfusselte einfach mal alles, setzte die Maschine wieder zusammen und hoffe mal das Beste.

Vergesst nicht, Euch noch die anderen Mitstreiterinnen anzusehen. Es wird eine ganze Wagenladung schwarzer schicker Kleider geben.

Bis bald wieder.

Inspiration zum „Das Kleine Schwarze“

Hallo meine Lieben,

Wollixundstoffix und Fraunenoberbekleidung rufen auf, sich das (oder die vielen) kleine Schwarze zu nähen. Diesem Aufruf folge ich mit rauchenden Fahnen Nadeln, denn ich habe mir noch nie ein schwarzes Kleid genäht, geschweige denn ein kleines Schwarzes. Das ist auf jeden Fall ein toller Mitzieheffekt, ich danke beiden.

Heute soll es mal um Ideen Inspirationen gehen.

  • Ich habe ein schönes schwarzes Kleid und brauche dringend mehr.
  • Ich habe kein schwarzes Kleid, brauche aber vielleicht doch dringend Eines?
  • Super, ich wollte schon seit langem ein schwarzes Kleid nähen, war mir aber unsicher ob die Farbe zu mir passt.
  • Ich habe einen Lieblingsschnitt und will den unbedingt noch aus einem schwarzen Stoff nähen.
  • Ich habe den ultimativen Schnitt für ein kleines Schwarzes.

Ich habe kein schwarzes Kleid. Tatsächlich wollte ich eigentlich schon länger eines nähen, aber es sind mir immer farbige Stoffe über den Weg gelaufen. Jetzt wird die Farbe verbannt, schwarz ist angesagt.

Was ich noch nicht weiß: Jersey oder nicht Jersey. Zum Einen könnte ich mir ein schönes schwarzes Jersey-Wickelkleid vorstellen, wie diesen Burdaschnitt:

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Der Vorteil wäre: Schöner schwerer schwarzer Viskosejersey ist vorhanden. Den Schnitt habe ich auch schon einmal vernäht und ich finde diese Zur-Schulter-Abhäher ganz toll.

Zum Anderen wäre hier ein schöner Marfy-Schnitt:

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Den könnte ich mir wunderbar aus feinem Leinen, bisschen Struktur, bisschen fließend, vorstellen. Der Stoff müsste hier noch organisiert werden. Es wäre aber noch etwas schicker, Party- und Büro-tauglicher.

Weitere schwarz Inspirierte treffen sich bei wollixundstoffix.

Bis bald wieder.