Spring-Style-Sew-Along – Battle of Will

Hallo meine Lieben,

die Termine des Sew-Alongs sind jetzt sehr sportlich ausgelegt. Aus den Wünschen soll nun ein konkreter Plan (was die anderen planen, seht ihr hier) entstehen. Dann bleibt auch mehr Zeit zu nähen. Denn die Zeit, die Nähzeit soll im Plan berücksichtigt werden. Im Vergleich zu den Wünschen vom letzten Treffen sind jetzt klare(re) Stoff- und Schnittideen hinzugekommen. Außerdem ist letztes Wochenende in wunderbarer Gesellschaft und in inspirierender Umgebung bereits ein Sointu-Tee entstanden.

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Shirts:

  • Sointu-Tee (fertig, Stoff Nr. 6)
  • Kimono-Shirt (selbst zusammengebastelter Schnitt, Stoff Nr. 4)
  • Bluse (Vogue 1387, Stoff noch unklar)
  • noch eine Bluse (Marfy 3888, Stoff noch unklar)
  • Wasserfallshirt (Stoff Nr. 1)

Röcke:

  • mintfarbener Rock (nach Standardschnitt, Stoff Nr. 9)
  • dunkelblauer Rock (braucht noch Stoff, nach Standardschnitt)
  • assymetrischer sewingbee-Rock (falls ich einen passenden Stoff finde)

Kleider:

  • Wickelkleid (Olivia von named, Stoff Nr. 2)
  • noch ein Jersey-Kleid (Vogue 1250, Stoff Nr. 5 falls er reicht, sonst Planänderung, vielen Dank für eure Hilfe bei insta)

Sport und Outdoor:

  • Knotmaste-Top (Stoff Nr. 8) und -Hose (Stoff Nr. 7)
  • gestreiftes Shirt (Breton-Top, aus dem Buch zu letztjähriger sewing bee, Stoff Nr. 3)
  • Hoodie (unklar)
  • Funktionsjacke (unklar)

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Die Sachen aus der unklar-Kategorie haben seit letzter Woche keinen Fortschritt gemacht, weder was Stoff noch was Schnitt angeht. Sie werden also hinten angestellt. Alles andere fügt sich langsam im Kopf. Damit bin ich bei der zeitlichen Komponente. Das ist bei mir ein wenig der Knackpunkt, allerdings steht bis zum Ende des Sew-Alongs noch ein Nähwochenende an. Das lässt alles viel realistischer erscheinen. Die Reihenfolge überlasse ich dem Zufall meiner Laune, damit Nähen nicht einfach weitere Punkte auf der Todo-Liste erzeugt, sondern entspannend ist.

Bis bald wieder.

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Projekt Brot und Butter – Finale

Hallo meine Lieben,

bei mir sind die letzten drei Monate komplett verflogen. Seit Ende Januar hatte ich auch kaum Nähzeit übrig. Mein Leben war da etwas durcheinander geraten, nicht schlecht durcheinander, nur durcheinander. Und ich war sehr viel mit Organisieren beschäftigt. Nur bei sewingbythesea vor zwei Wochen habe ich so wirklich etwas geschafft.

Vorgenommen habe ich mir eine Farbpalette, an der ich mich orientieren wollte. Was ich brauche, sind ein paar Wickelkleider, Röcke, Shirts, Blusen, Jackets und Wäsche. Was ich gemacht habe, sind 2 Wickelkleider, Unterwäsche und ich habe zwei Tücher in Farben meiner Palette gestrickt. Das hat beim Unterwegssein auch ganz gut funktioniert.

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Dieses und das Kleid aus dem Kästchenstoff

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sind fertig. Gemodelt wird hier keines, weil das erstere heute aus der Waschmaschine kam (und noch nass ist) und das letztere vergessen wurde. Der Stoff war auch einen Tick zu dünn für ein Kleid und er ist auch nicht pillresistent, aber so ist es nun. Das erstere ist perfekt. Das Konzept Wickelkleid überzeugt mich immer mehr, das dritte Wickelkleid ist auch schon zugeschnitten.

In der Wäschesektion sieht es sehr mau aus. Der Plan mit dem Schlafanzug wie auch dem Morgenmantel sind nun dringender, genäht habe ich hier nur den neuen Bella-Schnitt von sewy, hier mal mit Blitz fotografiert

20160403-5und dann ohne im Detail

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Unterlegt wurde die grüngraue Spitze mit hautfarbenem Schaumstoff, was eine schöne Mischfarbe erzeugt. Ich hatte auf Anhieb die Änderungen eingearbeitet, die ich bei den anderen sewy-Modellen verwende und es hat funktioniert.

Das erste der zwei Tücher pretty basic (verlinkt bei ravelry)

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aus einem superweichen Yak-mit-Seide-Garn. Ich hatte da erst einmal ein komplizierteres Muster versucht, aber das hat mit dem Garn nicht funktioniert. Es war zu unruhig. Es glänzt viel schöner und gleichmäßiger bei einem einfachen Muster. Das andere ist La Paiva (ebenfalls ravelry-link)

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aus Mohair mit Seide. (Die Farbe ist in echt rötlicher, wie in der Farbpalette. Das ließ sich irgendwie nicht vernünftig aufnehmen.) Die Tücher waren zwar nicht geplant, passen aber sehr gut dazu.

Für mich ist dieser Termin, obwohl Finale genannt, eigentlich noch kein Finale. Die anderen Sachen werden nach wie vor benötigt. Zugeschnitten ist auch schon zum Teil. Danke an siebenhundersachen für die Organisation und die nette Begleitung des sew-alongs.

Bis bald wieder.

Wintermantel – MMM #8

Hallo meine Lieben,

zum Glück ist es wieder kalt geworden mit richtig eisigem Wind. So kann mein neuer Wintermantel noch richtig gut eingesetzt werden. Und er hält wirklich schön warm.

Eigentlich hatte ich vor, im Rahmen des WJSA einen neuen Mantel zu nähen. Stoff und Schnitt waren schnell gewählt, siehe hier, sogar den Baumwollflanell als Zwischenschicht hatte ich schon da. Dann noch Einlage, Futter, Knöpfe, Garn, Schulterpolster. Parallel zu diesen Besorgungen fing ich mit einem Probemodell aus Nessel an. Mehr FBA nötig als gedacht, na gut: zweite Version. Schon ganz gut, aber die Anpassung an dem Abnäher führte zu einer neuen Taschenlinie, die noch nicht so richtig war: dritte Version.

Ich kann Euch nur empfehlen, markiert Eure Schnittteile genau, insbesondere, wenn einige so bleiben können (Rücken war schon bei Version 1 gut). Ist das eine Teil weg oder sollte es von der Vorversion verwendet werden? Hm. Nachdem auch das Rätsel gelöst war, konnte ich zuschneiden. Oberstoff, Einlage, Zwischenschicht, Futter: das waren ganz schön viele Teile.

Dann hätte ich schnell nähen können, nicht? Aber der Schnitt ist so schön, der verdient doch eine besondere Behandlung. Haha, ganz doofe Argumentation. Gefühlte tausend Handnähte und der sporadische Einsatz der Nähmaschine später ist das Werk vollbracht.

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Das Foto ist natürlich erst mitten in der Nacht, sprich als es schon dunkel war entstanden. Auch kann man den Knopf schließen, der aus mir unbekannten Gründen offen ist. Außerdem könnte ich den Saum noch bügeln. Aber ich war einfach so froh, als ich fertig war. Es zog sich trotz AnNÄHerung im Januar doch ein wenig hin.

Als Nächstes wird etwas ohne eine einzige Handnaht genäht. Ganz sicher. Ich brauche da mal Pause.

Jetzt schaue ich noch schnell zum MMM, wo Katharina von Sewing addicted ebenfalls dem Wetter trotzt.

Bis bald wieder.

Der alte nochmal – MMM #7

Hallo meine Lieben,

trotz der reichhaltigen Nähzeit bei der anNÄHerung (Berichte dazu gibt es hier) am letzten Wochenende, ist mein neuer Mantel noch nicht fertig. Ihr erinnert Euch, dieser hier? Bei diesen eisigen Temperaturen geht es aber gar nicht ohne, und so wird mein alter Mantel wieder hervorgeholt.

Der Schnitt ist aus der Burda 10/2011 und sofort als ich ihn sah, wollte ich einen solchen Mantel. (Schnitt verlinkt bei Burda hier) Entschuldigt die Dunkelheit-Fotos, anders ging es diesmal nicht.

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Der Mantel hat mir durchgehend gute Dienste geleistet nur ist er an manchen Stellen schon etwas fadenscheinig, ich sage nur Umhängetasche. Ich würde das gerne ausbessern, Stoffreste sind noch da, damit ich ihn als Reservemantel behalten kann.

Der Schnitt gefällt mir auch nach wie vor sehr gut. Ich würde ihn tatsächlich sogar gerne nochmal nähen, allerdings nicht als langen Mantel. Es gibt zu dem Schnitt noch eine Kurzjackenversion (verlinkt bei Burda hier); die oder etwas dazwischen kann ich mir auch gut vorstellen.

Worin die anderen Teilnehmerinnen dieser Kälte trotzen, könnt ihr beim MeMadeMittwoch nachsehen, heute angeführt von Dodo in einem schicken neuen Wintermantel.

Bis bald wieder.

Lieblingskleidung 2015 – MMM #6

Hallo meine Lieben,

Lieblingskleidung des letzten Jahres. Das ist doch ganz klar. Das lila Jäckchen. Definiv. Entstanden ist es zu Beginn des Jahres, direkt nach Neujahr. Es wanderte erst einmal in den Schrank, weil es wärmerer Wetterlagen bedurfte. Danach aber wurde es aber sehr oft getragen.

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Genäht wurde es auch mit einer rosé-farbener Einfassung. Im Herbst jedoch geriet ich in einen Regenschauer, woraufhin oben am Ausschnitt wie auch an einem Ärmel die Einfassung bläulich-fleckig war. Der Jäckchenstoff hatte etwas abgefärbt. Neue Einfassung? Aber in welcher Farbe? Passiert das nicht wieder?

Kurzerhand wurde das Jäckchen für zwei Tage in einen Bottich mit kaltem Wasser gebadet, in der Hoffnung, die Einfassung würde sich gleichmäßig nachfärben. Auftrennen und neu einfassen wäre ja immer noch gegangen, war dann aber glücklicherweise nicht mehr notwendig. Das Bottich-Wasser war interessanterweise vollkommen klar. Mit der neuen Farbe musste ich mich erst einmal anfreunden, mittlerweile finde ich sie ganz gut.

Das Jäckchen ist übrigens der Vogue-Schnitt 8804, eigentlich für ein Chaneljäckchen. Ich habe Walk benutzt, nicht gefüttert, aber innen trotzdem eingefasst. Mehr wegen der Optik als aus Notwendigkeit.

Für die Übergangszeit, die letztes Jahr bis Weihnachten ging, ist es ein guter, liebgewonnener Begleiter.

Hunderte anderer Lieblingsstücke werden heute beim MeMadeMittwoch hier präsentiert.

Bis bald wieder.

Neue Töne – MMM #5

Hallo meine Lieben,

heute Abend wurde meinen Haus- und Hoffotografen im Treppenhaus aufgelauert und so gibt es doch noch einen kurzen Beitrag zum heutigen MeMadeMittwoch, den Monika mit einem winterfest gemachten Kleid mit schönem Blumenmuster anführt.

Bei mir war es heute unspektakulär. Ein grauer Wollflanellrock, der mittlerweile zwei Jahre alt ist, nach  Marfy 0757 (anderer Rock, gleicher Schnitt, siehe hier), war der erste seiner Art. Dieser Schnitt ist nun mein Standardschnitt für gerade Röcke geworden.

Dazu gibt es ein relativ neues Renfrew-Shirt von Sewaholic. Ich bin ja so gar nicht die Zielgruppe und musste den Schnitt ent-birnen, aber Tasias Designs finde ich einfach sehr ansprechend. Die Linien und Verarbeitungen sind da einfach durchdacht. Den schon ein paar mal genähten V-Ausschnitt finde ich ganz toll. Diesmal also die Variante mit dem Kragen, der in dem bunten Stoff etwas verschwindet.

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Für meine Verhältnisse ist das Shirt etwas bunt, aber inspieriert von Kuestensockes roten Oberteilen (bei ihr hier, hier, hier, …), habe ich mich an diesen rotlastigen Stoff herangetraut.

Bis bald wieder.

Vivienne Westwood Finale – Ab jetzt allein

Hallo meine Lieben,

bei buntekleider treffen sich die Finalistinnen des Vivienne Westwood Sew-Alongs. Jeans, Röcke, Kleider, Unterwäsche, ganze Sets und Outfits sind im Rahmen dieses Sew-Alongs entstanden. Ein ganzes Kopfkino-Outift hatte ich mir auch überlegt. Allerdings ist nur ein Rock nun fertig. Die Zwischentermine fanden ohne mich statt. Da kam mir doch das Eine oder Andere dazwischen.

Bei dem Rock war ich auf Schnittsuche (hier zu sehen), letztendlich ist es doch keiner davon geworden, da Burda just in dem neuen Heft einen Rockschnitt hatte, der genau meinem Beuteschema entsprach. Deswegen ist es nun Burda 11/2015, 126 (hier bei Burda) geworden.

Im Unterschied zum Schnitt sind die Volants spiegelverkehrt auf der rechten statt auf der linken Seite, da die beiden Vorderteile spiegelverkehrt zugeschnitten sind; die Stoffseiten sind nicht ganz identisch. Daran kann ich mich zwar beim besten Willen nicht erinnern, die Indizien sprechen gegen mich. Was auch noch anders ist als im Schnitt, und zwar mit voller Absicht, ist die Doppelung der Volants. Der Schnitt sieht nur eine einfach Lage vor, die Kanten einfach versäubert. Ich wollte aber unbedingt den Zwei-Stoff-Seiten-Effekt, so dass ich die zwei Volantsteile jeweils mit einem dünnen Seidenstoff verstürzt habe. Etwas Dickeres als einen hauchdünnen Seidenstoff kann ich da auch keinesfalls empfehlen, das durch die Faltenlegung bis zu sechs Stofflagen der Volants übereinanderliegen. Das ist dann mit der Doppelung und den vorderen Rockteilen dann schon eine Menge.

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Das Bild ist in Enge und unter schlechten Lichtverhältnissen entstanden, da ich den Bund von innen noch soeben von Hand festgenäht habe. Ich benötige unbedingt noch einen Winterbilderort. Dafür habe ich während des Nähens an Euch gedacht und sowohl den Reißverschluss als auch die Schlitzverarbeitung im Detail fotografiert.

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Der Reißverschluss ist von Hand eingenäht, auf dem linken Bild ist es innen gut zu erkennen.

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Der Schlitz ist abgesteppt. Gefüttert ist der Rock ebenfalls mit dem Seidenstoff.

Ohne den Sew-Along hätte ich einen solch auffälligen Rock wohl nie gemacht. Da geht mein Dank an buntekleider und dasbürofürschönedinge für die Organisation. Auch wenn ich viel weniger mitgemacht habe als ich vorhatte, ermöglichte der Sew-Along eine neue Sicht auf alte Vorhaben. Das Jäckchen zum jetzt dazugehörigen Rock muss ich nun alleine meistern, das sollte nun kein Problem mehr sein. Und der andere Rock benötigt auch nur noch einen Bund. Müsste doch auch machbar sein.

Bis bald wieder.

Wie die Jeans fast in die Hose – MMM #4

Hallo meine Lieben,

mein heutiges Geständnis: Auch ich besitze Jeans, eine selbst genähte sogar. Eigentlich ist sie nur die Probehose. Und dabei ist es bisher geblieben. Im Alltag trage ich keine Jeans, weder zur Arbeit noch in der Freizeit. Im Urlaub brauche ich eine Jeans jedoch hin und wieder.

Die Bilder sind von gestern, und ja, ich habe sie extra nur für die Bilder angezogen:

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Das Nähen hat total Spaß gemacht: Ich konnte mich da so richtig verkünsteln, ohne das es überladen wirkt. Das Garn ist hellgrün und die Verzierung auf den Potaschen ist hellgrün mit türkis.

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Die Nieten zu platzieren muss ich noch etwas üben. Wenn da das Loch reingeschlagen ist, ist es da. Aber wer sieht bei der kleinen Tasche so genau hin.

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Vielleicht sollte ich doch mal auch die eigentliche Jeans nähen. Nur: Wofür brauche ich denn zwei?

Der Schnitt ist eine Dressy Jean von hotpatterns. Ich habe den Schnitt vor drei, vier Jahren gekauft und es war ein Desaster. Das nannte sich digitaler Schnitt, war aber lediglich über eine längst von mir verdrängte DRM-verseuchte Plattform nutzbar. Nutzbar meint dabei, dass nur direkt ausgedruckt werden konnte. Kein Abspeichern der Datei oder so. Und dann hat diese Software auf jedes Blatt auch noch einen halben Roman als Rechtsbelehrung quer über Schnitt und Anleitung gelegt. Selten habe ich einen Kauf so bereut.

Nun gut, mit etwas technischer Rafinesse hatte ich dann den Schnitt. Bis auf die Schrittnaht fand ich den sogar ganz gut. (Diese war etwas eckig, das aber ich nachgerundet.) Zur Anleitung kann ich nicht viel sagen, weil die ein einziger Lückentext war, siehe oben.

Seitdem habe ich Shopseite nicht mehr besucht; bis heute. Als ich den Link herauszusuchte, stellte ich fest, dass die digitalen Schnitte anders angeboten werden. Auch gibt es diesen Hosenschnitt nicht digital. Das spricht dafür, dass sie nicht mehr mit dieser Plattform zusammen arbeiten. Habe ich jetzt aber nicht getestet.

Nun aber schnell zu Sybille zum MMM, die die Quintessenz einer Jeans kombiniert und genäht hat.

Bis bald wieder.

Finale – Bra Sew-Along

Hallo meine Lieben,

dem heutigen Finale möchte ich den Untertitel mit gemischten Gefühlen geben. Mit Isabell von sewy habe ich angefangen. Den Schnitt hatte ich schon vernäht und in mehreren Runden angepasst. Mit dem Ergebnis bin ich überglücklich, so darf der Schnitt vorerst bleiben, hier nochmal:

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Aber ich wollte mehr, ich wollte etwas Neues, ich wollte Abwechslung. Die habe ich, auch wenn anders als erwartet. Ich flog zu hoch. Der Shelley, den ich als zweiten in Angriff nahm, passt nicht.

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Ich habe ihn genau nach Anleitung genäht und vor allem ausgemessen. Neue Schnittfirma, neues Material, da kam noch keine Erfahrung ins Spiel. Ich war auch nicht am oberen Ende der Größe, trotzdem ist er zu klein. Leider. Das Band ist richtig zu kurz. (Machst du bitte zu? – Du sagst Bescheid bevor du stirbst.) Das Körbchen ist etwas zu klein, das kann aber auch daran liegen, dass durch das kurze Band das Körbchen seitlich gezogen und damit flacher wird. Er liegt also in die Ecke gepfeffert. Die Idee ist, ein Verlängerungsstück für das Band zu machen und dann nochmal zu evaluieren, aber ich brauche da erst einmal eine Pause.

Auf jeden Fall war es interessant mit dem festen Duoplex-Material zu arbeiten. Das Nähen war sowohl leichter (nichts flutscht unbeabsichtigt weg) als auch schwerer (es lässt sich an engen Stellen nicht in Form ziehen). Von dem Duoplex wie auch dem Powernet ist noch genug für einen zweiten Versuch da. Die Gummibänder muss ich neu kaufen. Das kann ich dann zusammen mit dem Material für das Verlängerungsstück machen.

Und weil das so frustrierend war, habe ich noch etwas weiteres ausprobiert. Wieder wollte ich Neues und Abwechslung. Aber diesmal flog ich nicht ganz so hoch, konstant blieb die Quelle. Ich habe mich an einem neuen sewy-Schnitt probiert, Rebecca. Allerdings habe ich das Schnittmuster gleich etwas geändert, und zwar ganz nach dem Motto Gleicher Hersteller – gleiche Passform genau die Änderungen ausgeführt wie bei Isabell.

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Zum ersten Mal habe ich Spitze für die ganzen Körbchen verwendet. Oben ist nur Spitze, aber unten und an der Seite ist die Spitze mit dem dunkleren der Oberstoffe gedoppelt. Zusätzlich sind diese Teile mit Powernet gefüttert. Es ist dünner als es sich anhört. Auch den Rahmen habe ich mit der Doppellage Oberstoff und Spitze verarbeitet. Mit dem Ergebnis bin ich hochzufrieden. Ich finde ihn sehr schön, sowohl an sich wie auch an mir. Als Material habe ich ein Komplettpaket genommen und da ist noch genug Stoff für weitere Ideen. Ein Thema, dem ich mich hier noch nicht gewidmet habe, ist Zubehör. Was ist für mich ein Set, welche Stücke möchte ich da zusammenstellen? Einige der Sew-Along Teilnehmerinnen haben da ganz tolle Sachen zu Wege gebracht. Was das angeht, so bin ich noch am Anfang.

Ganz besonders möchte ich mich bei Julia für die Organisation bedanken. Ohne sie und den Sew-Along hätte ich mich wohl nicht so gepusht. Jedes Mal etwas Neues auszuprobieren war mein Wunsch, seien es die Farbkombinationen, die Verarbeitungsschritte, die Schnittmuster. Es hat sich gelohnt. Ich merke, wie ich anfange, mich zu emanzipieren. Meine Erfahrung ist jetzt so weit gediehen, dass ich selbst entscheide, was ich machen will, und wie. Ich kann eigene Ideen einbringen, mich von den Vorgaben lösen. Das ist schon ein massiver Fortschritt zu dem Was sind das denn für Stoffe? Und wieso so viele? Und diese Gummibänder?-Verwundertsein. Auf den weiteren Weg, denn den wird es geben, bin ich gespannt. Ihr dürft es natürlich auch sein. Ich werde berichten.

Die Werke aller anderen Mitstreiterinnen können ebenfalls bei Julia gefunden werden. Sehr empfehlenswert.

Bis bald wieder.

Übergangskleid – MMM #3

Hallo meine Lieben,

zum heutigen MeMadeMittwoch zeige ich Euch ein recht neues Kleid. Der Schnitt ist das Natalie dress von musepatterns. Genäht habe ich den Schnitt noch gar nicht so häufig gesehen. Insbesondere nicht im Vergleich zu den unzähligen Varianten des Gillian Wrap Dress oder des Jenna Cardi. Sehr bedauerlich, denn es ist ein schöner Schnitt. Ich fand diese vordere Raffung ausgesprochen nett und als ich las, dass die Schnitte für eine  Körpergröße von 177 cm gemacht werden, war eigentlich klar, dass ich ihn mal ausprobieren möchte. Aus dunkelblauem Baumwolljersey mit etwas Elasthan.

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An Änderungen kamen eine FBA in die Raffung hinein und eine Zwischenlänge unterhalb der kurzen Version zum Einsatz, sonst nichts. Kein Verlängern des Oberkörpers, keine Anpassungen an den Schultern.

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Allerdings gefällt mir die ganz flache Rückenteillösung (ohne Mittelnaht und Abnäher) nicht so sehr. dem Bindeband fällt es zwar nicht so auf, kann aber etwas mehr Formung vertragen. Beim nächsten Mal werde ich mir das Rückenteil des Wickelkleidschnittes genauer ansehen. Gefüttert habe ich es auch, das mache ich meistens und würde es auch wieder tun. Die Säume sind mit einem 3-fach-Zickzack abgesteppt. Das ist im Moment meine Lieblingsvariante.

Das Kleid schaffte es mit seinen Aspekten ‚Ich bin wie Sommer, denn ich bin aus dünnem Jersey‘ und ‚Ich kann auch Herbst, denn ich habe 3/4 Ärmel‘ sofort in den wettertechnisch wechselhaften Alltag der letzten Woche.

Über einen ganz tollen Cardi, der sich auch wunderbar an verschiedene Vorgaben anpassen kann, berichtet heute Dodo beim MMM.

Bis bald wieder.