Probesommerteile – MMM #2

Hallo meine Lieben,

bei uns ist es wieder abgekühlt. War das der Sommer? Stürmisch, schwül, wechselhaft und schnell vorbei? Dagegen packen unzählige MMM Teilnehmerinnen ihren Sommerurlaubskoffer an, angeführt von Wiebke von Kreuzberger Nähte, um den MMM in die Sommerpause zu schicken. (Sommer, hörst DU zu?)

Ich packe meinen ersten Brume-Rock ein, der im Frühjahr entstanden ist.

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Er war als Proberock gedacht, aus einem Sweatstoff. Allerdings wirkt er vor allem in Kombination mit einer Bluse viel eleganter als vermuten ließ, so dass er super bequem ist und gleichzeit aber in die Stadt mit darf. Der zweite von der Sorte war dann dieser aus Romanit und es hat tatsächlich auch schon ein weiterer Sweatstoff den Weg in das Nähzimmer gefunden.

Die Bluse ist ebenfalls als ein Probemodell entstanden, und zwar schon vor zwei Jahren. Das ist die Bluse Mathilde, aus einem dünnen Baumwoll-war-gut-und-günstig-Stoff, hinten mit braunen Knöpfen. Dünner Stoff, luftig und weiß, das ist die Sommerbluse schlechthin.

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Die Bluse ist schon das dritte Kleidungsstück, das von den Knöpfen geschmückt wird. Das erste war eine grüne Bluse, die ich mir mal mit 15 genäht habe, das zweite ein Poloshirt und nun diese weiße Bluse. Die Knöpfe wurden jedesmal, wenn das Kleidungsstück abgetragen war, abgetrennt und in die Knopfsammlung gelegt, da sie selbst jedesmal noch gut waren.

In diesem Probemodell-Outift bin ich dann für den (hoffentlich nicht nur Probe-)Sommer gerüstet.

Bis bald wieder

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Transparenzblocking im Brume

Hallo meine Lieben,

seit einiger Zeit erscheint mir die Spitze-Mode allgemeinen Transparenzelementen zu weichen. Es fing an, dass statt ungedoppelter Spitzenärmel transparente Ärmel zu sehen waren und mittlerweile werden die Gestaltungsmöglichkeiten kleinteiliger und gezielter eingesetzt. Im Gegensatz zu Spitzen kann man sich wirklich nur auf den blickdicht/transparent-Kontrast konzentrieren. Einige Inspirationen habe ich bei Pinterest gesammelt und just auch am Wochenende habe ich so etwas auch in meiner blogroll gefunden, bei Erica, ein traumhaftes weißes Kleid.

So etwas will ich auch. Naja, in einer bescheideneren und etwas weniger ambitionierten Variante vielleicht?. Was als eine sehr spontane Idee begann, führte dazu, dass ich meinen fast fertig genähten weißen Brume-Rock auseinanderschnitt, um Transparenz einzufügen.

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In das Schnittmuster hatte ich mich in dem Moment verliebt, als es veröffentlicht wurde. Dann kurz überlegt, ob ich tatsächlich noch einen weiteren Jersey-Rock-Schnitt benötige. Was soll ich sagen: Die Antwort habe ich immer noch nicht, dafür aber schon zwei Röcke.

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Der Schnitt ist durch die Passenlösung sehr ungewöhnlich. Im Prinzip hat man im oberen Bereich keine Seitennähte. Die Seitenabnahmen und hinteren Abnäher sind in der Rundung der Passe aufgefangen, die dann wie eine stilisierte Fledermaus aussieht.

Genäht habe ich den Rock aus einem weißen Baumwoll (mit etwas Elasthan) Romanit. Theoretisch ein ganz toller Stoff, praktisch, naja sagen wir mal: einmal gedehnt, für immer gedehnt.

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Die Designlinien sind betont, indem ich die die Nähte von oben mit einer Zwillingsnadel abgesteppt habe. Und dann kam also die Idee des transparenten Einsatzes. Unten wurden einige Centimeter Rock abgeschnitten. Ein Stückchen Seidenjersey wurde hervorgeholt und ein Streifen davon zwischen die zwei Rockteile eingenäht. Damit der viel dickere Romanit sich nicht vor den gewollt transparenten und viel dünneren Seidenjersey legt, musste ich ihn jeweils von oben feststeppen. Und habe ich erwähnt, wie störrisch gedehnt der Romanit verbleibt?

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Alles in allem: Es wellt sich unten etwas. Nicht so schlimm, wie es könnte, aber so hundertprozent ist es auch nicht. Verwendet habe ich einen Obertransportfuß und auch den Nähfußdruck verringert, das war es noch nicht ganz. Trotzdem mag ich den Rock. Weiß bedeutet irgendwie auch Sommer. Den könnte ich mal zur Abwechslung gut gebrauchen.

Bis bald wieder.