Wintermantel – MMM #8

Hallo meine Lieben,

zum Glück ist es wieder kalt geworden mit richtig eisigem Wind. So kann mein neuer Wintermantel noch richtig gut eingesetzt werden. Und er hält wirklich schön warm.

Eigentlich hatte ich vor, im Rahmen des WJSA einen neuen Mantel zu nähen. Stoff und Schnitt waren schnell gewählt, siehe hier, sogar den Baumwollflanell als Zwischenschicht hatte ich schon da. Dann noch Einlage, Futter, Knöpfe, Garn, Schulterpolster. Parallel zu diesen Besorgungen fing ich mit einem Probemodell aus Nessel an. Mehr FBA nötig als gedacht, na gut: zweite Version. Schon ganz gut, aber die Anpassung an dem Abnäher führte zu einer neuen Taschenlinie, die noch nicht so richtig war: dritte Version.

Ich kann Euch nur empfehlen, markiert Eure Schnittteile genau, insbesondere, wenn einige so bleiben können (Rücken war schon bei Version 1 gut). Ist das eine Teil weg oder sollte es von der Vorversion verwendet werden? Hm. Nachdem auch das Rätsel gelöst war, konnte ich zuschneiden. Oberstoff, Einlage, Zwischenschicht, Futter: das waren ganz schön viele Teile.

Dann hätte ich schnell nähen können, nicht? Aber der Schnitt ist so schön, der verdient doch eine besondere Behandlung. Haha, ganz doofe Argumentation. Gefühlte tausend Handnähte und der sporadische Einsatz der Nähmaschine später ist das Werk vollbracht.

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Das Foto ist natürlich erst mitten in der Nacht, sprich als es schon dunkel war entstanden. Auch kann man den Knopf schließen, der aus mir unbekannten Gründen offen ist. Außerdem könnte ich den Saum noch bügeln. Aber ich war einfach so froh, als ich fertig war. Es zog sich trotz AnNÄHerung im Januar doch ein wenig hin.

Als Nächstes wird etwas ohne eine einzige Handnaht genäht. Ganz sicher. Ich brauche da mal Pause.

Jetzt schaue ich noch schnell zum MMM, wo Katharina von Sewing addicted ebenfalls dem Wetter trotzt.

Bis bald wieder.

Schnitt- und Stoffvorstellung – Winterjacken Sew-Along

Hallo meine Lieben,

das kann jetzt ein ganz kurzer Beitrag werden. Schnitt ausgesucht, gekauft und bereit. Stoff ausgesucht, gekauft und bereit. Ich habe mich für den mittellangen Mantel entschieden.

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Einerseits, weil mein bisheriger Mantel lang ist und ich etwas Abwechslung möchte. Andererseits haben mir die praktischen Wärmekommentare zu den kurzen Manteln zu denken gegeben. Und außerdem hatte ich mich in den Schnitt verliebt, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Kann auch nach hinten losgehen. Da hilft einfach mal machen.

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Gestern habe ich dann erst einmal den Schnitt angepasst, Standardänderungen wie Schultern gerader, Oberkörper verlängern und FBA. Über der letzteren habe ich etwas gerätselt, weil der Abnäher direkt in den Tascheneingriff verläuft und an der Stelle das untere Schnittteil ansetzt und die Mehrweite musste sinnvoll aufgeteilt werden. Zur Sicherheit mache ich noch ein Probemodell.

Der Stoff ist ein farblich melierter Wolltwill. (Einfach draufklicken, ich habe wegen der Struktur das Bild in großer Auflösung eingefügt.)

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Die Farbe ist grau mit hellbraun-beigen Anteilen, ziemlich genau das was ich wollte. Futterstoff ist auf dem Weg zu mir und Knöpfe habe ich noch keine. Was ich auch noch nicht weiß, ist, wie und ob ich die Nähte wie bei den Schnittbildern akzentuieren möchte.

Offen ist auch noch, ob eine Zwischenlage für die Wärme eingebaut wird. Über die verschiedenen Möglichkeiten führt Karin die Diskussion an. Das muss ich mir auch noch genau durchlesen und durchdenken. Mir schwebte so eine ganz dünne Lage Flanell (etwas dünner als die normalen Baumwollflanelle) aus Wolle vor. So einen hatte ich mal als Kind in einem Mantel. Das war superdünn, superleicht und wunderbar warm. Allerdings habe ich das Material seit Jahren nicht mehr gesehen.

Falls Ihr Ideen zu Knöpfen, Einlage oder Nahtakzenten habt, habe ich ein ganz offenes Ohr. Alle anderen finden sich mit bezaubernden Projekten hier, über Schulterpolster kann man auch einiges erfahren.

Bis bald wieder.