Der alte nochmal – MMM #7

Hallo meine Lieben,

trotz der reichhaltigen Nähzeit bei der anNÄHerung (Berichte dazu gibt es hier) am letzten Wochenende, ist mein neuer Mantel noch nicht fertig. Ihr erinnert Euch, dieser hier? Bei diesen eisigen Temperaturen geht es aber gar nicht ohne, und so wird mein alter Mantel wieder hervorgeholt.

Der Schnitt ist aus der Burda 10/2011 und sofort als ich ihn sah, wollte ich einen solchen Mantel. (Schnitt verlinkt bei Burda hier) Entschuldigt die Dunkelheit-Fotos, anders ging es diesmal nicht.

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Der Mantel hat mir durchgehend gute Dienste geleistet nur ist er an manchen Stellen schon etwas fadenscheinig, ich sage nur Umhängetasche. Ich würde das gerne ausbessern, Stoffreste sind noch da, damit ich ihn als Reservemantel behalten kann.

Der Schnitt gefällt mir auch nach wie vor sehr gut. Ich würde ihn tatsächlich sogar gerne nochmal nähen, allerdings nicht als langen Mantel. Es gibt zu dem Schnitt noch eine Kurzjackenversion (verlinkt bei Burda hier); die oder etwas dazwischen kann ich mir auch gut vorstellen.

Worin die anderen Teilnehmerinnen dieser Kälte trotzen, könnt ihr beim MeMadeMittwoch nachsehen, heute angeführt von Dodo in einem schicken neuen Wintermantel.

Bis bald wieder.

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Lieblingskleidung 2015 – MMM #6

Hallo meine Lieben,

Lieblingskleidung des letzten Jahres. Das ist doch ganz klar. Das lila Jäckchen. Definiv. Entstanden ist es zu Beginn des Jahres, direkt nach Neujahr. Es wanderte erst einmal in den Schrank, weil es wärmerer Wetterlagen bedurfte. Danach aber wurde es aber sehr oft getragen.

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Genäht wurde es auch mit einer rosé-farbener Einfassung. Im Herbst jedoch geriet ich in einen Regenschauer, woraufhin oben am Ausschnitt wie auch an einem Ärmel die Einfassung bläulich-fleckig war. Der Jäckchenstoff hatte etwas abgefärbt. Neue Einfassung? Aber in welcher Farbe? Passiert das nicht wieder?

Kurzerhand wurde das Jäckchen für zwei Tage in einen Bottich mit kaltem Wasser gebadet, in der Hoffnung, die Einfassung würde sich gleichmäßig nachfärben. Auftrennen und neu einfassen wäre ja immer noch gegangen, war dann aber glücklicherweise nicht mehr notwendig. Das Bottich-Wasser war interessanterweise vollkommen klar. Mit der neuen Farbe musste ich mich erst einmal anfreunden, mittlerweile finde ich sie ganz gut.

Das Jäckchen ist übrigens der Vogue-Schnitt 8804, eigentlich für ein Chaneljäckchen. Ich habe Walk benutzt, nicht gefüttert, aber innen trotzdem eingefasst. Mehr wegen der Optik als aus Notwendigkeit.

Für die Übergangszeit, die letztes Jahr bis Weihnachten ging, ist es ein guter, liebgewonnener Begleiter.

Hunderte anderer Lieblingsstücke werden heute beim MeMadeMittwoch hier präsentiert.

Bis bald wieder.

Wie die Jeans fast in die Hose – MMM #4

Hallo meine Lieben,

mein heutiges Geständnis: Auch ich besitze Jeans, eine selbst genähte sogar. Eigentlich ist sie nur die Probehose. Und dabei ist es bisher geblieben. Im Alltag trage ich keine Jeans, weder zur Arbeit noch in der Freizeit. Im Urlaub brauche ich eine Jeans jedoch hin und wieder.

Die Bilder sind von gestern, und ja, ich habe sie extra nur für die Bilder angezogen:

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Das Nähen hat total Spaß gemacht: Ich konnte mich da so richtig verkünsteln, ohne das es überladen wirkt. Das Garn ist hellgrün und die Verzierung auf den Potaschen ist hellgrün mit türkis.

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Die Nieten zu platzieren muss ich noch etwas üben. Wenn da das Loch reingeschlagen ist, ist es da. Aber wer sieht bei der kleinen Tasche so genau hin.

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Vielleicht sollte ich doch mal auch die eigentliche Jeans nähen. Nur: Wofür brauche ich denn zwei?

Der Schnitt ist eine Dressy Jean von hotpatterns. Ich habe den Schnitt vor drei, vier Jahren gekauft und es war ein Desaster. Das nannte sich digitaler Schnitt, war aber lediglich über eine längst von mir verdrängte DRM-verseuchte Plattform nutzbar. Nutzbar meint dabei, dass nur direkt ausgedruckt werden konnte. Kein Abspeichern der Datei oder so. Und dann hat diese Software auf jedes Blatt auch noch einen halben Roman als Rechtsbelehrung quer über Schnitt und Anleitung gelegt. Selten habe ich einen Kauf so bereut.

Nun gut, mit etwas technischer Rafinesse hatte ich dann den Schnitt. Bis auf die Schrittnaht fand ich den sogar ganz gut. (Diese war etwas eckig, das aber ich nachgerundet.) Zur Anleitung kann ich nicht viel sagen, weil die ein einziger Lückentext war, siehe oben.

Seitdem habe ich Shopseite nicht mehr besucht; bis heute. Als ich den Link herauszusuchte, stellte ich fest, dass die digitalen Schnitte anders angeboten werden. Auch gibt es diesen Hosenschnitt nicht digital. Das spricht dafür, dass sie nicht mehr mit dieser Plattform zusammen arbeiten. Habe ich jetzt aber nicht getestet.

Nun aber schnell zu Sybille zum MMM, die die Quintessenz einer Jeans kombiniert und genäht hat.

Bis bald wieder.

Übergangskleid – MMM #3

Hallo meine Lieben,

zum heutigen MeMadeMittwoch zeige ich Euch ein recht neues Kleid. Der Schnitt ist das Natalie dress von musepatterns. Genäht habe ich den Schnitt noch gar nicht so häufig gesehen. Insbesondere nicht im Vergleich zu den unzähligen Varianten des Gillian Wrap Dress oder des Jenna Cardi. Sehr bedauerlich, denn es ist ein schöner Schnitt. Ich fand diese vordere Raffung ausgesprochen nett und als ich las, dass die Schnitte für eine  Körpergröße von 177 cm gemacht werden, war eigentlich klar, dass ich ihn mal ausprobieren möchte. Aus dunkelblauem Baumwolljersey mit etwas Elasthan.

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An Änderungen kamen eine FBA in die Raffung hinein und eine Zwischenlänge unterhalb der kurzen Version zum Einsatz, sonst nichts. Kein Verlängern des Oberkörpers, keine Anpassungen an den Schultern.

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Allerdings gefällt mir die ganz flache Rückenteillösung (ohne Mittelnaht und Abnäher) nicht so sehr. dem Bindeband fällt es zwar nicht so auf, kann aber etwas mehr Formung vertragen. Beim nächsten Mal werde ich mir das Rückenteil des Wickelkleidschnittes genauer ansehen. Gefüttert habe ich es auch, das mache ich meistens und würde es auch wieder tun. Die Säume sind mit einem 3-fach-Zickzack abgesteppt. Das ist im Moment meine Lieblingsvariante.

Das Kleid schaffte es mit seinen Aspekten ‚Ich bin wie Sommer, denn ich bin aus dünnem Jersey‘ und ‚Ich kann auch Herbst, denn ich habe 3/4 Ärmel‘ sofort in den wettertechnisch wechselhaften Alltag der letzten Woche.

Über einen ganz tollen Cardi, der sich auch wunderbar an verschiedene Vorgaben anpassen kann, berichtet heute Dodo beim MMM.

Bis bald wieder.

Probesommerteile – MMM #2

Hallo meine Lieben,

bei uns ist es wieder abgekühlt. War das der Sommer? Stürmisch, schwül, wechselhaft und schnell vorbei? Dagegen packen unzählige MMM Teilnehmerinnen ihren Sommerurlaubskoffer an, angeführt von Wiebke von Kreuzberger Nähte, um den MMM in die Sommerpause zu schicken. (Sommer, hörst DU zu?)

Ich packe meinen ersten Brume-Rock ein, der im Frühjahr entstanden ist.

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Er war als Proberock gedacht, aus einem Sweatstoff. Allerdings wirkt er vor allem in Kombination mit einer Bluse viel eleganter als vermuten ließ, so dass er super bequem ist und gleichzeit aber in die Stadt mit darf. Der zweite von der Sorte war dann dieser aus Romanit und es hat tatsächlich auch schon ein weiterer Sweatstoff den Weg in das Nähzimmer gefunden.

Die Bluse ist ebenfalls als ein Probemodell entstanden, und zwar schon vor zwei Jahren. Das ist die Bluse Mathilde, aus einem dünnen Baumwoll-war-gut-und-günstig-Stoff, hinten mit braunen Knöpfen. Dünner Stoff, luftig und weiß, das ist die Sommerbluse schlechthin.

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Die Bluse ist schon das dritte Kleidungsstück, das von den Knöpfen geschmückt wird. Das erste war eine grüne Bluse, die ich mir mal mit 15 genäht habe, das zweite ein Poloshirt und nun diese weiße Bluse. Die Knöpfe wurden jedesmal, wenn das Kleidungsstück abgetragen war, abgetrennt und in die Knopfsammlung gelegt, da sie selbst jedesmal noch gut waren.

In diesem Probemodell-Outift bin ich dann für den (hoffentlich nicht nur Probe-)Sommer gerüstet.

Bis bald wieder

Leinenrock – MMM #1

Hallo meine Lieben,

heute zeige ich Euch meinen relativ neuen Leinenrock. (Genau der, der in Leipzig angekündigt worden ist.)

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Genäht ist er nach meinen Standardschnitt für gerade Röcke, dessen Grundlage Marfy 0757 ist. Ich habe ihn schon mehrfach genäht, er ist mein Schnitt für bürotaugliche Röcke. Ziemlich nach Marfy-Vorgabe habe ich ihn mit einem Reißverschluss hinten und zwei Schlitzen an den Seiten genäht.

Diesmal also aus Leinen. Der Stoff besteht nur aus schwarzen, weißen und knallig orangen Garnen, wirkt durch die Mischung lachsfarben und vor allem sehr lebendig.

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Dieses Stoff-Schätzchen entdeckte ich zufällig vor einiger Zeit in einer Reste-Kiste und konnte es da unmöglich liegen lassen. Die Herausforderung beim Nähen waren die nur 70 cm Länge. Damit war fast schon klar, dass es ein schmaler Rock werden würde. Ich konnte genau die Rockschnittteile auf dem Stoff platzieren. Das war’s. Was gar nicht ging, waren die Belege, die eigentlich gefragt waren. Aber wo nur ein Centimeter Platz ist, ist nur ein Centimeter Platz. Die Belege wurden dann kurzerhand substituiert.

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In meiner Bänderbox befand sich noch breites Ripsband. Dieses wurde in Form gebügelt und bildet den Belegersatz. Das Futter wurde dann einfach aus den ganzen Schnittteilen zugeschnitten und an dem Ripsband befestigt. Ich habe einen normalen Reißverschluss genommen und von hand mit knallig orangenem Garn angenäht. Da sieht man von außen gar nichts. Wie Leinen so ist, knittert der Rock sobald man ihn auch nur ansieht. Nichtsdestotrotz hat er sich schon bewährt: schick genug für den Berufsalltag und durch die Seitenschlitze vollkommen fahrradtauglich.

Auf dem MeMadeMittwoch-Blog ist die Modenschau eröffnet. Heute ist Katharina von sewing addicted Gastgeberin, die ein traumhaftes Sommerkleid vorstellt.

Bis bald wieder.