Spring-Style-Sew-Along – Battle of Will

Hallo meine Lieben,

die Termine des Sew-Alongs sind jetzt sehr sportlich ausgelegt. Aus den Wünschen soll nun ein konkreter Plan (was die anderen planen, seht ihr hier) entstehen. Dann bleibt auch mehr Zeit zu nähen. Denn die Zeit, die Nähzeit soll im Plan berücksichtigt werden. Im Vergleich zu den Wünschen vom letzten Treffen sind jetzt klare(re) Stoff- und Schnittideen hinzugekommen. Außerdem ist letztes Wochenende in wunderbarer Gesellschaft und in inspirierender Umgebung bereits ein Sointu-Tee entstanden.

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Shirts:

  • Sointu-Tee (fertig, Stoff Nr. 6)
  • Kimono-Shirt (selbst zusammengebastelter Schnitt, Stoff Nr. 4)
  • Bluse (Vogue 1387, Stoff noch unklar)
  • noch eine Bluse (Marfy 3888, Stoff noch unklar)
  • Wasserfallshirt (Stoff Nr. 1)

Röcke:

  • mintfarbener Rock (nach Standardschnitt, Stoff Nr. 9)
  • dunkelblauer Rock (braucht noch Stoff, nach Standardschnitt)
  • assymetrischer sewingbee-Rock (falls ich einen passenden Stoff finde)

Kleider:

  • Wickelkleid (Olivia von named, Stoff Nr. 2)
  • noch ein Jersey-Kleid (Vogue 1250, Stoff Nr. 5 falls er reicht, sonst Planänderung, vielen Dank für eure Hilfe bei insta)

Sport und Outdoor:

  • Knotmaste-Top (Stoff Nr. 8) und -Hose (Stoff Nr. 7)
  • gestreiftes Shirt (Breton-Top, aus dem Buch zu letztjähriger sewing bee, Stoff Nr. 3)
  • Hoodie (unklar)
  • Funktionsjacke (unklar)

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Die Sachen aus der unklar-Kategorie haben seit letzter Woche keinen Fortschritt gemacht, weder was Stoff noch was Schnitt angeht. Sie werden also hinten angestellt. Alles andere fügt sich langsam im Kopf. Damit bin ich bei der zeitlichen Komponente. Das ist bei mir ein wenig der Knackpunkt, allerdings steht bis zum Ende des Sew-Alongs noch ein Nähwochenende an. Das lässt alles viel realistischer erscheinen. Die Reihenfolge überlasse ich dem Zufall meiner Laune, damit Nähen nicht einfach weitere Punkte auf der Todo-Liste erzeugt, sondern entspannend ist.

Bis bald wieder.

Projekt Brot und Butter – Finale

Hallo meine Lieben,

bei mir sind die letzten drei Monate komplett verflogen. Seit Ende Januar hatte ich auch kaum Nähzeit übrig. Mein Leben war da etwas durcheinander geraten, nicht schlecht durcheinander, nur durcheinander. Und ich war sehr viel mit Organisieren beschäftigt. Nur bei sewingbythesea vor zwei Wochen habe ich so wirklich etwas geschafft.

Vorgenommen habe ich mir eine Farbpalette, an der ich mich orientieren wollte. Was ich brauche, sind ein paar Wickelkleider, Röcke, Shirts, Blusen, Jackets und Wäsche. Was ich gemacht habe, sind 2 Wickelkleider, Unterwäsche und ich habe zwei Tücher in Farben meiner Palette gestrickt. Das hat beim Unterwegssein auch ganz gut funktioniert.

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Dieses und das Kleid aus dem Kästchenstoff

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sind fertig. Gemodelt wird hier keines, weil das erstere heute aus der Waschmaschine kam (und noch nass ist) und das letztere vergessen wurde. Der Stoff war auch einen Tick zu dünn für ein Kleid und er ist auch nicht pillresistent, aber so ist es nun. Das erstere ist perfekt. Das Konzept Wickelkleid überzeugt mich immer mehr, das dritte Wickelkleid ist auch schon zugeschnitten.

In der Wäschesektion sieht es sehr mau aus. Der Plan mit dem Schlafanzug wie auch dem Morgenmantel sind nun dringender, genäht habe ich hier nur den neuen Bella-Schnitt von sewy, hier mal mit Blitz fotografiert

20160403-5und dann ohne im Detail

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Unterlegt wurde die grüngraue Spitze mit hautfarbenem Schaumstoff, was eine schöne Mischfarbe erzeugt. Ich hatte auf Anhieb die Änderungen eingearbeitet, die ich bei den anderen sewy-Modellen verwende und es hat funktioniert.

Das erste der zwei Tücher pretty basic (verlinkt bei ravelry)

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aus einem superweichen Yak-mit-Seide-Garn. Ich hatte da erst einmal ein komplizierteres Muster versucht, aber das hat mit dem Garn nicht funktioniert. Es war zu unruhig. Es glänzt viel schöner und gleichmäßiger bei einem einfachen Muster. Das andere ist La Paiva (ebenfalls ravelry-link)

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aus Mohair mit Seide. (Die Farbe ist in echt rötlicher, wie in der Farbpalette. Das ließ sich irgendwie nicht vernünftig aufnehmen.) Die Tücher waren zwar nicht geplant, passen aber sehr gut dazu.

Für mich ist dieser Termin, obwohl Finale genannt, eigentlich noch kein Finale. Die anderen Sachen werden nach wie vor benötigt. Zugeschnitten ist auch schon zum Teil. Danke an siebenhundersachen für die Organisation und die nette Begleitung des sew-alongs.

Bis bald wieder.

Wintermantel – MMM #8

Hallo meine Lieben,

zum Glück ist es wieder kalt geworden mit richtig eisigem Wind. So kann mein neuer Wintermantel noch richtig gut eingesetzt werden. Und er hält wirklich schön warm.

Eigentlich hatte ich vor, im Rahmen des WJSA einen neuen Mantel zu nähen. Stoff und Schnitt waren schnell gewählt, siehe hier, sogar den Baumwollflanell als Zwischenschicht hatte ich schon da. Dann noch Einlage, Futter, Knöpfe, Garn, Schulterpolster. Parallel zu diesen Besorgungen fing ich mit einem Probemodell aus Nessel an. Mehr FBA nötig als gedacht, na gut: zweite Version. Schon ganz gut, aber die Anpassung an dem Abnäher führte zu einer neuen Taschenlinie, die noch nicht so richtig war: dritte Version.

Ich kann Euch nur empfehlen, markiert Eure Schnittteile genau, insbesondere, wenn einige so bleiben können (Rücken war schon bei Version 1 gut). Ist das eine Teil weg oder sollte es von der Vorversion verwendet werden? Hm. Nachdem auch das Rätsel gelöst war, konnte ich zuschneiden. Oberstoff, Einlage, Zwischenschicht, Futter: das waren ganz schön viele Teile.

Dann hätte ich schnell nähen können, nicht? Aber der Schnitt ist so schön, der verdient doch eine besondere Behandlung. Haha, ganz doofe Argumentation. Gefühlte tausend Handnähte und der sporadische Einsatz der Nähmaschine später ist das Werk vollbracht.

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Das Foto ist natürlich erst mitten in der Nacht, sprich als es schon dunkel war entstanden. Auch kann man den Knopf schließen, der aus mir unbekannten Gründen offen ist. Außerdem könnte ich den Saum noch bügeln. Aber ich war einfach so froh, als ich fertig war. Es zog sich trotz AnNÄHerung im Januar doch ein wenig hin.

Als Nächstes wird etwas ohne eine einzige Handnaht genäht. Ganz sicher. Ich brauche da mal Pause.

Jetzt schaue ich noch schnell zum MMM, wo Katharina von Sewing addicted ebenfalls dem Wetter trotzt.

Bis bald wieder.

Der Plan zu projektbrotundbutter

Hallo mein Lieben,

die liebe siebenhundertsachen ruft seit Tagen zum zweiten Treffen, dem Plan: Ich habe es tatsächlich geschafft, meinen Plan zu konkretisieren, also vor allem passende Stoffe zusammen zu stellen.

Als erstes ein Schlafanzug nach dem Schnitt Carolyn Pajamas von closetcasefiles. Die Hose wurde schon auf dem Leipziger Nähtreff begonnen, das Oberteil ist zugeschnitten. Der Stoff passt nicht ganz zum Farbschema, aber es ist auch ein Schlafanzug. Sollte ich den mit einem Rock anziehen wollen, so sind Farben wohl das geringste Problem. Und wer hätte diese kleinen Roboter liegen lassen können:

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Als zweites eine sweatshop-gemäße Wickelkleid-Massenfertigung. Der Schnitt ist der gleiche wie beim Kleinen-Schwarzen-Sew-Along (und wie auch schon angekündigt). Die Stoffe sind alle schöne Viskosejerseys:

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Dann folgen zwei Röcke. Auch hier: bewährter Schnitt, nämlich der kostenlose Downloadschnitt Marfy 0757, einmal in einem hellen Wollkaro, der zweite in Blau. Der muss tatsächlich noch gekauft werden. Unglaublich, aber einen blauen Wollstoff habe ich in der Sammlung nicht.

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Weiterhin soll es zwei Nina Cardigans geben. Den Schnitt habe ich mir gleich nach dem ersten Treffen hier bestellt, er ist mittlerweile auch da. Auf der Annäherung durfte ich mir schon mal ein Bild von ihm machen (danke an mema und dreikah). Auch der eine Stoff kommt daher: ein dunkelblauer Jersey vom Tauschtisch. Der andere eher dünner.

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20160206-1Soweit die Pflicht, jetzt die Kür:

Es sollte noch ein Webstoffshirt geben. Mit dem Marfy-Katalog kamen auch zwei Schnitte hierher. Dieser hier sollte sich mit dem Vögelchenstoff von fashion-for-designers gut machen. Der Stoff passt nämlich ausgesprochen gut in mein Farbschema.

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Der Morgenmantel soll der Asaka Kimono von named sein, der Stoff befindet sich gerade in der Wäsche.

So, jetzt wird die Luft dünner:

Ich wollte auch noch ein Kostüm nähen. Da ist die Idee, den blauen Rock von oben zu ergänzen, vielleicht durch diesen Schnitt (der andere neue Marfy-Schnitt):

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Weitere Unterwäsche wäre auch super, da habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Gegenüber den Ideen fehlt ein weiterer Blazer, noch eine Bluse, Shirts, am besten noch ein Rock. (Nur damit ich das mal festhalte, für den April-Plan zum Beispiel.)

Wie weit das alles klappt, muss ich noch sehen. Da ich de facto nicht zu Hause bin im März, wie sich gerade abzeichnet, könnte es sehr eng werden. Die drei Tage sewingbythesea sind zwar hilfreich, reißen es aber nicht komplett heraus, fürchte ich.

Was die anderen Teilnehmerinnen planen, kann hier bei siebenhundertsachen besichtigt werden. Da werde ich mich jetzt auch mal umsehen.

Bis bald wieder.

 

 

 

Ideen zu projektbrotundbutter

Hallo meine Lieben,

neues Jahr, neues Projekt; nicht ganz. Die unerschütterliche siebenhundertsachen hat sich bereits letztes Jahr vorgewagt, ausprobiert, für gut befunden. Ab jetzt gibt es das #projektbrotundbutter im sew-along.

brotundbutter

Worum es geht? Die Alltagskleidung, nach der auch im schummerigen Licht, der spät aufgehenden Sonne geschuldet, automatisch gegriffen werden kann, die zu fast jeder Jahreszeit funktioniert, die soll ein größeren Anteil im Kleiderschrank einnehmen.

Ehrlich betrachtet: da bräuchte ich so einiges. Einen konkreten Plan habe ich noch nicht, mehr ein Leitbild, farbtechnisch eine Orientierung. Beides soll nicht ganz sklavisch einschränken, vielmehr eine Idee bleiben, von der mal mehr, mal weniger abgewichen wird.

farben

In der letzten Zeit habe ich festgestellt, dass mir als neutrale Farben die beige, grau, steingrau, taupe in hell – Familie gefällt, zusammen mit dunkelblau als dunklem Akzent und mint und mauve als Farbtupfern, könnte sich das gut zusammenfügen. Nonchalant verschlafen, in etwas aufgefrischt. Um diese Farben soll sich das Thema entwickeln, aber wie gesagt, Ausflüge sind erlaubt.

Nach dem Wie das Was: so Einiges. Ich trage gerne gerade Röcke mit Bluse/Shirt/Pullover und Strickjacke/Blazer; alternativ auch mal ein Kleid, gleiche Silhouette. Das darf auch so bleiben. Konkret bedeutet das, ich bräuchte:

  • 1-2 Röcke,
  • 1-2 Wickelkleider,
  • 1-2 Shirts,
  • Schlafanzug, Unterwäsche, Morgenmantel,
  • 1-2 Blazer, gerne als Kostüm,
  • 1-2 Blusen,
  • 1-2 Strickjacken.

Das sind so die Sachen, die mir schon seit einiger Zeit im Kopf herumspuken. Es muss nicht alles in drei Monaten fertig sein. Auch das: mehr eine Idee, um die sich die einzelnen Stücke entwickeln sollen, 1-2 können auch mal 2-3 sein.

Deswegen habe ich auch zu den Schnitten vor allem Ideen. Der Morgenmantel zum Beispiel schwirrt mir schon seit fast einem Jahr im Kopf herum, es soll der Asaka Kimono von named werden. Sowohl Stoff als auch Schnitt sind mittlerweile gekauft. Die Röcke werden wohl Marfy 0757, wie schon hier und hier gezeigt. Den Schnitt gibt es übrigens als pdf kostenlos auf der Marfy-Seite (dazu noch ein Jäckchen und ein Top), man muss sich dort nur anmelden (und wird auch nicht zugespamt). Zu allen drei Schnitten gab es bei achallengingsew vor zwei Jahren einen sew-along.

Der bewährte Wickelkleidschnitt vom Kleines-Schwarzes-Sew-Along darf wohl auch wieder mitmachen. Ich habe auch einen Standard-Strickjackenschnitt, hätte da wohl aber gerne etwas Neues. Der Nina Cardigan von StyleArc würde mir als Abwechslung wohl gefallen. Er machte schon bei verschiedenen Blogs die Runde, zu sehen hier bei dreikah und siebenhundertsachen. Alles andere: wage Ideen, die sich noch entwickeln.

Ob die anderen Teilnehmerinnen schon konkrete Pläne haben, könnt ihr hier erfahren.

Bis bald wieder.

Vivienne Westwood Finale – Ab jetzt allein

Hallo meine Lieben,

bei buntekleider treffen sich die Finalistinnen des Vivienne Westwood Sew-Alongs. Jeans, Röcke, Kleider, Unterwäsche, ganze Sets und Outfits sind im Rahmen dieses Sew-Alongs entstanden. Ein ganzes Kopfkino-Outift hatte ich mir auch überlegt. Allerdings ist nur ein Rock nun fertig. Die Zwischentermine fanden ohne mich statt. Da kam mir doch das Eine oder Andere dazwischen.

Bei dem Rock war ich auf Schnittsuche (hier zu sehen), letztendlich ist es doch keiner davon geworden, da Burda just in dem neuen Heft einen Rockschnitt hatte, der genau meinem Beuteschema entsprach. Deswegen ist es nun Burda 11/2015, 126 (hier bei Burda) geworden.

Im Unterschied zum Schnitt sind die Volants spiegelverkehrt auf der rechten statt auf der linken Seite, da die beiden Vorderteile spiegelverkehrt zugeschnitten sind; die Stoffseiten sind nicht ganz identisch. Daran kann ich mich zwar beim besten Willen nicht erinnern, die Indizien sprechen gegen mich. Was auch noch anders ist als im Schnitt, und zwar mit voller Absicht, ist die Doppelung der Volants. Der Schnitt sieht nur eine einfach Lage vor, die Kanten einfach versäubert. Ich wollte aber unbedingt den Zwei-Stoff-Seiten-Effekt, so dass ich die zwei Volantsteile jeweils mit einem dünnen Seidenstoff verstürzt habe. Etwas Dickeres als einen hauchdünnen Seidenstoff kann ich da auch keinesfalls empfehlen, das durch die Faltenlegung bis zu sechs Stofflagen der Volants übereinanderliegen. Das ist dann mit der Doppelung und den vorderen Rockteilen dann schon eine Menge.

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Das Bild ist in Enge und unter schlechten Lichtverhältnissen entstanden, da ich den Bund von innen noch soeben von Hand festgenäht habe. Ich benötige unbedingt noch einen Winterbilderort. Dafür habe ich während des Nähens an Euch gedacht und sowohl den Reißverschluss als auch die Schlitzverarbeitung im Detail fotografiert.

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Der Reißverschluss ist von Hand eingenäht, auf dem linken Bild ist es innen gut zu erkennen.

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Der Schlitz ist abgesteppt. Gefüttert ist der Rock ebenfalls mit dem Seidenstoff.

Ohne den Sew-Along hätte ich einen solch auffälligen Rock wohl nie gemacht. Da geht mein Dank an buntekleider und dasbürofürschönedinge für die Organisation. Auch wenn ich viel weniger mitgemacht habe als ich vorhatte, ermöglichte der Sew-Along eine neue Sicht auf alte Vorhaben. Das Jäckchen zum jetzt dazugehörigen Rock muss ich nun alleine meistern, das sollte nun kein Problem mehr sein. Und der andere Rock benötigt auch nur noch einen Bund. Müsste doch auch machbar sein.

Bis bald wieder.

WJSA15 – Letzter Zwischenstand

Hallo meine Lieben,

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die letzten werden die ersten sein. Für mein Zwischenstandposting stimmt das auf jeden Fall. Die Zwischenstände wären auch nur vom wohlwollendsten Zuschauer als Fortschritt wahrgenommen worden.

Mir ist so ein bisschen Leben dazwischengekommen. Und auch zwei wunderbare Nähnerdevents (die AnNÄHerung Süd und das Nähbloggerinnentreffen in Köln), die ich mir beide nicht entgehen lassen könnte. Die AnNÄHerung hätte theoretisch viel Nähzeit für den Mantel bedeutet, praktisch jedoch nicht, weil die Vorarbeiten noch lange nicht fertig waren.

Tatsächlich war ich nicht komplett untätig. Bei dem Vorderteil habe ich mit der FBA etwas gekämpft, was in mehreren Runden Probemäntel produzierte. Jetzt passt er. Außerdem ist jetzt alles da: Schulterpolster, Wärmeeinlage, Knöpfe, Garn, Futter. Die Futterteile ind auch schon zugeschnitten. Die Mantelteile und das Innenleben müssten diese Woche funktionieren. Ob ich bis zum Finale fertig sein werde, muss sich noch zeigen.

Die anderen, weitaus fortgeschritteneren Mäntelprojekte wie auch ein Futtertutorial sind hier zu finden.

Bis bald wieder.

Schnitt- und Stoffvorstellung – Winterjacken Sew-Along

Hallo meine Lieben,

das kann jetzt ein ganz kurzer Beitrag werden. Schnitt ausgesucht, gekauft und bereit. Stoff ausgesucht, gekauft und bereit. Ich habe mich für den mittellangen Mantel entschieden.

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Einerseits, weil mein bisheriger Mantel lang ist und ich etwas Abwechslung möchte. Andererseits haben mir die praktischen Wärmekommentare zu den kurzen Manteln zu denken gegeben. Und außerdem hatte ich mich in den Schnitt verliebt, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Kann auch nach hinten losgehen. Da hilft einfach mal machen.

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Gestern habe ich dann erst einmal den Schnitt angepasst, Standardänderungen wie Schultern gerader, Oberkörper verlängern und FBA. Über der letzteren habe ich etwas gerätselt, weil der Abnäher direkt in den Tascheneingriff verläuft und an der Stelle das untere Schnittteil ansetzt und die Mehrweite musste sinnvoll aufgeteilt werden. Zur Sicherheit mache ich noch ein Probemodell.

Der Stoff ist ein farblich melierter Wolltwill. (Einfach draufklicken, ich habe wegen der Struktur das Bild in großer Auflösung eingefügt.)

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Die Farbe ist grau mit hellbraun-beigen Anteilen, ziemlich genau das was ich wollte. Futterstoff ist auf dem Weg zu mir und Knöpfe habe ich noch keine. Was ich auch noch nicht weiß, ist, wie und ob ich die Nähte wie bei den Schnittbildern akzentuieren möchte.

Offen ist auch noch, ob eine Zwischenlage für die Wärme eingebaut wird. Über die verschiedenen Möglichkeiten führt Karin die Diskussion an. Das muss ich mir auch noch genau durchlesen und durchdenken. Mir schwebte so eine ganz dünne Lage Flanell (etwas dünner als die normalen Baumwollflanelle) aus Wolle vor. So einen hatte ich mal als Kind in einem Mantel. Das war superdünn, superleicht und wunderbar warm. Allerdings habe ich das Material seit Jahren nicht mehr gesehen.

Falls Ihr Ideen zu Knöpfen, Einlage oder Nahtakzenten habt, habe ich ein ganz offenes Ohr. Alle anderen finden sich mit bezaubernden Projekten hier, über Schulterpolster kann man auch einiges erfahren.

Bis bald wieder.

Finale – Bra Sew-Along

Hallo meine Lieben,

dem heutigen Finale möchte ich den Untertitel mit gemischten Gefühlen geben. Mit Isabell von sewy habe ich angefangen. Den Schnitt hatte ich schon vernäht und in mehreren Runden angepasst. Mit dem Ergebnis bin ich überglücklich, so darf der Schnitt vorerst bleiben, hier nochmal:

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Aber ich wollte mehr, ich wollte etwas Neues, ich wollte Abwechslung. Die habe ich, auch wenn anders als erwartet. Ich flog zu hoch. Der Shelley, den ich als zweiten in Angriff nahm, passt nicht.

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Ich habe ihn genau nach Anleitung genäht und vor allem ausgemessen. Neue Schnittfirma, neues Material, da kam noch keine Erfahrung ins Spiel. Ich war auch nicht am oberen Ende der Größe, trotzdem ist er zu klein. Leider. Das Band ist richtig zu kurz. (Machst du bitte zu? – Du sagst Bescheid bevor du stirbst.) Das Körbchen ist etwas zu klein, das kann aber auch daran liegen, dass durch das kurze Band das Körbchen seitlich gezogen und damit flacher wird. Er liegt also in die Ecke gepfeffert. Die Idee ist, ein Verlängerungsstück für das Band zu machen und dann nochmal zu evaluieren, aber ich brauche da erst einmal eine Pause.

Auf jeden Fall war es interessant mit dem festen Duoplex-Material zu arbeiten. Das Nähen war sowohl leichter (nichts flutscht unbeabsichtigt weg) als auch schwerer (es lässt sich an engen Stellen nicht in Form ziehen). Von dem Duoplex wie auch dem Powernet ist noch genug für einen zweiten Versuch da. Die Gummibänder muss ich neu kaufen. Das kann ich dann zusammen mit dem Material für das Verlängerungsstück machen.

Und weil das so frustrierend war, habe ich noch etwas weiteres ausprobiert. Wieder wollte ich Neues und Abwechslung. Aber diesmal flog ich nicht ganz so hoch, konstant blieb die Quelle. Ich habe mich an einem neuen sewy-Schnitt probiert, Rebecca. Allerdings habe ich das Schnittmuster gleich etwas geändert, und zwar ganz nach dem Motto Gleicher Hersteller – gleiche Passform genau die Änderungen ausgeführt wie bei Isabell.

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Zum ersten Mal habe ich Spitze für die ganzen Körbchen verwendet. Oben ist nur Spitze, aber unten und an der Seite ist die Spitze mit dem dunkleren der Oberstoffe gedoppelt. Zusätzlich sind diese Teile mit Powernet gefüttert. Es ist dünner als es sich anhört. Auch den Rahmen habe ich mit der Doppellage Oberstoff und Spitze verarbeitet. Mit dem Ergebnis bin ich hochzufrieden. Ich finde ihn sehr schön, sowohl an sich wie auch an mir. Als Material habe ich ein Komplettpaket genommen und da ist noch genug Stoff für weitere Ideen. Ein Thema, dem ich mich hier noch nicht gewidmet habe, ist Zubehör. Was ist für mich ein Set, welche Stücke möchte ich da zusammenstellen? Einige der Sew-Along Teilnehmerinnen haben da ganz tolle Sachen zu Wege gebracht. Was das angeht, so bin ich noch am Anfang.

Ganz besonders möchte ich mich bei Julia für die Organisation bedanken. Ohne sie und den Sew-Along hätte ich mich wohl nicht so gepusht. Jedes Mal etwas Neues auszuprobieren war mein Wunsch, seien es die Farbkombinationen, die Verarbeitungsschritte, die Schnittmuster. Es hat sich gelohnt. Ich merke, wie ich anfange, mich zu emanzipieren. Meine Erfahrung ist jetzt so weit gediehen, dass ich selbst entscheide, was ich machen will, und wie. Ich kann eigene Ideen einbringen, mich von den Vorgaben lösen. Das ist schon ein massiver Fortschritt zu dem Was sind das denn für Stoffe? Und wieso so viele? Und diese Gummibänder?-Verwundertsein. Auf den weiteren Weg, denn den wird es geben, bin ich gespannt. Ihr dürft es natürlich auch sein. Ich werde berichten.

Die Werke aller anderen Mitstreiterinnen können ebenfalls bei Julia gefunden werden. Sehr empfehlenswert.

Bis bald wieder.

Planung – Vivienne Westwood Sew-Along 2

Hallo meine Lieben,

kleine Warnung zu Beginn: Es wird bilderlastig. Es, das ist das Planungstreffen zum Vivienne Westwood Sew-Along, das heute bei buntekleider die stattfindet und die Punkwütigen im Herzen zusammentrommelt. Von Plänen, Zeichnung und fertigen Teilen ist alles dabei.

Stoffberge und Schnittmusterhügel, Schnitte planen und verwerfen, Stoffe schon vorgewaschen? Dieses werde ich nähe dies und das und jenes auch noch.

Mein Hack der Sew-Along-Idee war, ein bestehendes Fast-Kleidungsstück herzunehmen, weiterzugestalten und zu ergänzen. Die Box wurde geöffnet, inspiziert, Zusatzstoff bestellt (leider noch nicht da), aber seht mal selbst:

Von oben lässt sich schon einiges an Inhalt erahnen. Ausgeschnittenen Schnittteile liegen obenauf in der ikea-Box:

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Diese sind mit Seidenorganza gedoppelt:

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Garn und zu quiltende Rosshaarstreifen sind auch dabei. Da war ja jemand organisiert. Ich stelle immer mehr in Frage, diese Box selbst zusammengestellt zu haben:

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Das obere Teil des Jäckchens ist bereits zusammengeheftet. Spannenderweise hat das Jäckchen Schulterprinzessnähte und soll einen vorderen Verschluss bekommen. Da hat oben erwähnter Jemand also massiv am Schnitt herumgespielt:

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Zum Vergleich, hier der Originalschnitt:

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Weiter auf Entdeckungstour: ein Rock, auch wieder zusammengeheftet, sonst nicht weiter verarbeitet:

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Und dann noch Reststoff, etwa 1,3 m:

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Was soll nun entstehen?

Das Jäckchen soll fertig werden. Dazu wurde ganz Westwood-like (sanft) karierter Seidenstoff bestellt, das Musterstück muss hier herhalten:

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Mit diesem wird auf jeden Fall das Schößchen gefüttert und ich möchte noch weitere Akzente setzen, muss es mir aber dann live überlegen. Letzteres gilt auf jeden Fall auch für den Rock. Es soll aber noch mehr. Zum Einen ist noch genügend Stoff für einen zweiten Rock da, diesmal verspielter. Zum Anderen ist die Seide dünn genug für eine Bluse. Entsprechend mehr wurde bestellt.

Die Inspirationsschnitte sind alle Burdaheften der letzten 3 – 4 Jahre entnommen.

Rockideen

Mit Godets und Falten könnte diese Gruppe überschrieben werden.

Rock 1 (113 aus 8/2007) ist spannend, weil er sowohl die rechte wie die linke Stoffseite zeigt. Die linke könnte dann wieder mit dem Seidenstoff besetzte sein. (Dass das Model die spannenden Details des Rocks verdeckt, könnte auf Probleme mit dem Schnitt hindeuten.)

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Rock 2 (139 aus 8/2010) hat einen interessanten Faltenwurf im vorderen Bereich.

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Rock 3 (113 aus 1/2011) mit einem kleinen Godet hinten.

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Rock 4 (31 aus 2/2011) mit einem extravaganteren Godet hinten und tatsächlich mehr Möglichkeit zu Kontraststoffeinsatz. (Wieso man einen schwarzen Rock vor fast schwarzem Hintergrund fotografiert, entzieht sich meiner Einsicht. Das Bild ist deswegen massiv aufgehellt.)

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Rock 5 (112 aus 8/2012) zieht das Godet-Thema vergrößert nach vorne. Das könnte beim Sitzen den innen angebrachten Kontraststoff hervorblitzen lassen.

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Rock 6 (107 aus 10/2012) bietet durch die Vorderfalten wieder ganz klaren Einsatz für die zwei Stoffe. Es könnte vorne aber etwas auftragen. Da müsste man genau überlegen, wie das zu nähen ist.

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Blusenideen

Bei den Blusen bestimmen Falten und Bindebänder die Ideen.

Bluse 1 (118 aus 5/2015) ist wie Rock 6 aufgebaut. Bei der Bluse habe ich allerdings keinen Kontraststoff zur Verfügung.

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Bluse 2 (139 aus 9/2009) ist mit Raglan sehr strukturiert und gleichzeitig doch verspielt.

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Bluse 3 (115 aus 5/2009) dazu als Kontrastprogramm, kurzärmelig und nur mit ein paar Fältchen.

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Bluse 4 (117 aus 7/2014) mit Bindeband und einer sehr klaren minimalen Schnittführung.

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Bluse 5 (114 aus 8/2009) ist ebenfalls sehr klar geschnitten, bietet aber Falten in der oberen Mitte.

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Bluse 6 (138 aus 10/2012) ist da ähnlich, jedoch mit eingesetzten langen Ärmeln.

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Ein kleiner Stoffberg und ein riesiges Schnittmustergebirge. Ein Stoff schon zugeschnitten, der andere noch gar nicht da. Ein Vorhaben der Extreme. Auf jeden Fall wird in der folgenden Reihenfolge gearbeitet. 1) Jäckchen und vorhandener Rock. 2) Diese als Inspiration für zweiten Rock. 3) Zusammen als Inspiration für die Bluse. Vorher möchte ich die einzelnen Schnitte gar nicht entscheiden.

Soweit der Plan. Mit dem Zusammennähen kann ich ja schon beginnen, solange ich auf den Stoff warte.

Bis bald wieder.

Edit 1.10.2015: Quellen hinzugefügt.