Schnitt- und Stoffvorstellung – Winterjacken Sew-Along

Hallo meine Lieben,

das kann jetzt ein ganz kurzer Beitrag werden. Schnitt ausgesucht, gekauft und bereit. Stoff ausgesucht, gekauft und bereit. Ich habe mich für den mittellangen Mantel entschieden.

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Einerseits, weil mein bisheriger Mantel lang ist und ich etwas Abwechslung möchte. Andererseits haben mir die praktischen Wärmekommentare zu den kurzen Manteln zu denken gegeben. Und außerdem hatte ich mich in den Schnitt verliebt, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Kann auch nach hinten losgehen. Da hilft einfach mal machen.

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Gestern habe ich dann erst einmal den Schnitt angepasst, Standardänderungen wie Schultern gerader, Oberkörper verlängern und FBA. Über der letzteren habe ich etwas gerätselt, weil der Abnäher direkt in den Tascheneingriff verläuft und an der Stelle das untere Schnittteil ansetzt und die Mehrweite musste sinnvoll aufgeteilt werden. Zur Sicherheit mache ich noch ein Probemodell.

Der Stoff ist ein farblich melierter Wolltwill. (Einfach draufklicken, ich habe wegen der Struktur das Bild in großer Auflösung eingefügt.)

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Die Farbe ist grau mit hellbraun-beigen Anteilen, ziemlich genau das was ich wollte. Futterstoff ist auf dem Weg zu mir und Knöpfe habe ich noch keine. Was ich auch noch nicht weiß, ist, wie und ob ich die Nähte wie bei den Schnittbildern akzentuieren möchte.

Offen ist auch noch, ob eine Zwischenlage für die Wärme eingebaut wird. Über die verschiedenen Möglichkeiten führt Karin die Diskussion an. Das muss ich mir auch noch genau durchlesen und durchdenken. Mir schwebte so eine ganz dünne Lage Flanell (etwas dünner als die normalen Baumwollflanelle) aus Wolle vor. So einen hatte ich mal als Kind in einem Mantel. Das war superdünn, superleicht und wunderbar warm. Allerdings habe ich das Material seit Jahren nicht mehr gesehen.

Falls Ihr Ideen zu Knöpfen, Einlage oder Nahtakzenten habt, habe ich ein ganz offenes Ohr. Alle anderen finden sich mit bezaubernden Projekten hier, über Schulterpolster kann man auch einiges erfahren.

Bis bald wieder.

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Finale – Bra Sew-Along

Hallo meine Lieben,

dem heutigen Finale möchte ich den Untertitel mit gemischten Gefühlen geben. Mit Isabell von sewy habe ich angefangen. Den Schnitt hatte ich schon vernäht und in mehreren Runden angepasst. Mit dem Ergebnis bin ich überglücklich, so darf der Schnitt vorerst bleiben, hier nochmal:

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Aber ich wollte mehr, ich wollte etwas Neues, ich wollte Abwechslung. Die habe ich, auch wenn anders als erwartet. Ich flog zu hoch. Der Shelley, den ich als zweiten in Angriff nahm, passt nicht.

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Ich habe ihn genau nach Anleitung genäht und vor allem ausgemessen. Neue Schnittfirma, neues Material, da kam noch keine Erfahrung ins Spiel. Ich war auch nicht am oberen Ende der Größe, trotzdem ist er zu klein. Leider. Das Band ist richtig zu kurz. (Machst du bitte zu? – Du sagst Bescheid bevor du stirbst.) Das Körbchen ist etwas zu klein, das kann aber auch daran liegen, dass durch das kurze Band das Körbchen seitlich gezogen und damit flacher wird. Er liegt also in die Ecke gepfeffert. Die Idee ist, ein Verlängerungsstück für das Band zu machen und dann nochmal zu evaluieren, aber ich brauche da erst einmal eine Pause.

Auf jeden Fall war es interessant mit dem festen Duoplex-Material zu arbeiten. Das Nähen war sowohl leichter (nichts flutscht unbeabsichtigt weg) als auch schwerer (es lässt sich an engen Stellen nicht in Form ziehen). Von dem Duoplex wie auch dem Powernet ist noch genug für einen zweiten Versuch da. Die Gummibänder muss ich neu kaufen. Das kann ich dann zusammen mit dem Material für das Verlängerungsstück machen.

Und weil das so frustrierend war, habe ich noch etwas weiteres ausprobiert. Wieder wollte ich Neues und Abwechslung. Aber diesmal flog ich nicht ganz so hoch, konstant blieb die Quelle. Ich habe mich an einem neuen sewy-Schnitt probiert, Rebecca. Allerdings habe ich das Schnittmuster gleich etwas geändert, und zwar ganz nach dem Motto Gleicher Hersteller – gleiche Passform genau die Änderungen ausgeführt wie bei Isabell.

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Zum ersten Mal habe ich Spitze für die ganzen Körbchen verwendet. Oben ist nur Spitze, aber unten und an der Seite ist die Spitze mit dem dunkleren der Oberstoffe gedoppelt. Zusätzlich sind diese Teile mit Powernet gefüttert. Es ist dünner als es sich anhört. Auch den Rahmen habe ich mit der Doppellage Oberstoff und Spitze verarbeitet. Mit dem Ergebnis bin ich hochzufrieden. Ich finde ihn sehr schön, sowohl an sich wie auch an mir. Als Material habe ich ein Komplettpaket genommen und da ist noch genug Stoff für weitere Ideen. Ein Thema, dem ich mich hier noch nicht gewidmet habe, ist Zubehör. Was ist für mich ein Set, welche Stücke möchte ich da zusammenstellen? Einige der Sew-Along Teilnehmerinnen haben da ganz tolle Sachen zu Wege gebracht. Was das angeht, so bin ich noch am Anfang.

Ganz besonders möchte ich mich bei Julia für die Organisation bedanken. Ohne sie und den Sew-Along hätte ich mich wohl nicht so gepusht. Jedes Mal etwas Neues auszuprobieren war mein Wunsch, seien es die Farbkombinationen, die Verarbeitungsschritte, die Schnittmuster. Es hat sich gelohnt. Ich merke, wie ich anfange, mich zu emanzipieren. Meine Erfahrung ist jetzt so weit gediehen, dass ich selbst entscheide, was ich machen will, und wie. Ich kann eigene Ideen einbringen, mich von den Vorgaben lösen. Das ist schon ein massiver Fortschritt zu dem Was sind das denn für Stoffe? Und wieso so viele? Und diese Gummibänder?-Verwundertsein. Auf den weiteren Weg, denn den wird es geben, bin ich gespannt. Ihr dürft es natürlich auch sein. Ich werde berichten.

Die Werke aller anderen Mitstreiterinnen können ebenfalls bei Julia gefunden werden. Sehr empfehlenswert.

Bis bald wieder.

Planung – Vivienne Westwood Sew-Along 2

Hallo meine Lieben,

kleine Warnung zu Beginn: Es wird bilderlastig. Es, das ist das Planungstreffen zum Vivienne Westwood Sew-Along, das heute bei buntekleider die stattfindet und die Punkwütigen im Herzen zusammentrommelt. Von Plänen, Zeichnung und fertigen Teilen ist alles dabei.

Stoffberge und Schnittmusterhügel, Schnitte planen und verwerfen, Stoffe schon vorgewaschen? Dieses werde ich nähe dies und das und jenes auch noch.

Mein Hack der Sew-Along-Idee war, ein bestehendes Fast-Kleidungsstück herzunehmen, weiterzugestalten und zu ergänzen. Die Box wurde geöffnet, inspiziert, Zusatzstoff bestellt (leider noch nicht da), aber seht mal selbst:

Von oben lässt sich schon einiges an Inhalt erahnen. Ausgeschnittenen Schnittteile liegen obenauf in der ikea-Box:

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Diese sind mit Seidenorganza gedoppelt:

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Garn und zu quiltende Rosshaarstreifen sind auch dabei. Da war ja jemand organisiert. Ich stelle immer mehr in Frage, diese Box selbst zusammengestellt zu haben:

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Das obere Teil des Jäckchens ist bereits zusammengeheftet. Spannenderweise hat das Jäckchen Schulterprinzessnähte und soll einen vorderen Verschluss bekommen. Da hat oben erwähnter Jemand also massiv am Schnitt herumgespielt:

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Zum Vergleich, hier der Originalschnitt:

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Weiter auf Entdeckungstour: ein Rock, auch wieder zusammengeheftet, sonst nicht weiter verarbeitet:

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Und dann noch Reststoff, etwa 1,3 m:

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Was soll nun entstehen?

Das Jäckchen soll fertig werden. Dazu wurde ganz Westwood-like (sanft) karierter Seidenstoff bestellt, das Musterstück muss hier herhalten:

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Mit diesem wird auf jeden Fall das Schößchen gefüttert und ich möchte noch weitere Akzente setzen, muss es mir aber dann live überlegen. Letzteres gilt auf jeden Fall auch für den Rock. Es soll aber noch mehr. Zum Einen ist noch genügend Stoff für einen zweiten Rock da, diesmal verspielter. Zum Anderen ist die Seide dünn genug für eine Bluse. Entsprechend mehr wurde bestellt.

Die Inspirationsschnitte sind alle Burdaheften der letzten 3 – 4 Jahre entnommen.

Rockideen

Mit Godets und Falten könnte diese Gruppe überschrieben werden.

Rock 1 (113 aus 8/2007) ist spannend, weil er sowohl die rechte wie die linke Stoffseite zeigt. Die linke könnte dann wieder mit dem Seidenstoff besetzte sein. (Dass das Model die spannenden Details des Rocks verdeckt, könnte auf Probleme mit dem Schnitt hindeuten.)

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Rock 2 (139 aus 8/2010) hat einen interessanten Faltenwurf im vorderen Bereich.

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Rock 3 (113 aus 1/2011) mit einem kleinen Godet hinten.

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Rock 4 (31 aus 2/2011) mit einem extravaganteren Godet hinten und tatsächlich mehr Möglichkeit zu Kontraststoffeinsatz. (Wieso man einen schwarzen Rock vor fast schwarzem Hintergrund fotografiert, entzieht sich meiner Einsicht. Das Bild ist deswegen massiv aufgehellt.)

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Rock 5 (112 aus 8/2012) zieht das Godet-Thema vergrößert nach vorne. Das könnte beim Sitzen den innen angebrachten Kontraststoff hervorblitzen lassen.

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Rock 6 (107 aus 10/2012) bietet durch die Vorderfalten wieder ganz klaren Einsatz für die zwei Stoffe. Es könnte vorne aber etwas auftragen. Da müsste man genau überlegen, wie das zu nähen ist.

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Blusenideen

Bei den Blusen bestimmen Falten und Bindebänder die Ideen.

Bluse 1 (118 aus 5/2015) ist wie Rock 6 aufgebaut. Bei der Bluse habe ich allerdings keinen Kontraststoff zur Verfügung.

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Bluse 2 (139 aus 9/2009) ist mit Raglan sehr strukturiert und gleichzeitig doch verspielt.

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Bluse 3 (115 aus 5/2009) dazu als Kontrastprogramm, kurzärmelig und nur mit ein paar Fältchen.

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Bluse 4 (117 aus 7/2014) mit Bindeband und einer sehr klaren minimalen Schnittführung.

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Bluse 5 (114 aus 8/2009) ist ebenfalls sehr klar geschnitten, bietet aber Falten in der oberen Mitte.

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Bluse 6 (138 aus 10/2012) ist da ähnlich, jedoch mit eingesetzten langen Ärmeln.

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Ein kleiner Stoffberg und ein riesiges Schnittmustergebirge. Ein Stoff schon zugeschnitten, der andere noch gar nicht da. Ein Vorhaben der Extreme. Auf jeden Fall wird in der folgenden Reihenfolge gearbeitet. 1) Jäckchen und vorhandener Rock. 2) Diese als Inspiration für zweiten Rock. 3) Zusammen als Inspiration für die Bluse. Vorher möchte ich die einzelnen Schnitte gar nicht entscheiden.

Soweit der Plan. Mit dem Zusammennähen kann ich ja schon beginnen, solange ich auf den Stoff warte.

Bis bald wieder.

Edit 1.10.2015: Quellen hinzugefügt.

Winterjacken Sew-Along – Inspiration

Hallo meine Lieben,

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eine Winterjacke ist für mich ein Wintermantel. Nachdem meiner es gerade so durch den letzten Winter geschafft hatte, stand ein Neuer bereits im Februar auf der ToSew-List. Damit er da nicht kommenden Februar immer noch steht, bin ich Karin und Lucy sehr dankbar, dass der Winterjacken-Sew-Along jetzt etwas Struktur in den Prozess Plan zu Mantel bringt.

Schnittideen habe ich einige, was besser ist als keine, aber schlechter als eine. Denn mehr als einen Mantel würde ich ganz sicher nicht schaffen. Da wäre die Gruppe Kurzmantel mit zwei Marfy-Schnitten:

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Gerade geschnitten, spannend finde ich da den Ärmelabschluss.

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Oversized mit überschnittenen Schultern, interessant auch die Rundung.

Beide finde ich auf ihre Art reizvoll.

Die Kategorie Dramatik bietet von klassisch langem Mantel bis zu Bademantel-wird-Wintermantel folgendes (zweimal Marfy, einmal Knip 9/2015):

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Groß, lang, weit, da kann der kalte Wind pfeifen, was er will.

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Andere Ärmelform und Kragen, sonst nicht unähnlich.

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Übergroß, Riesentaschen, Ärmelumschläge. Da wird mir vom Ansehen schon warm.

Mein heimlicher Favorit ist die Kategorie knielang und schmal mit einem Kandidaten (auch wieder Marfy):

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Gerundete Abnäher mit angeschlossener Tasche, Knopfloch in der Naht, Stehkragen.

Was denkt ihr denn? Kurz, mittel, drama? Soll ich bei dem Favoriten bleiben oder doch etwas anderes wagen?

Stofftechnisch gäbe es so viele Möglichkeiten… Mir schwebt etwas Helleres, grau, creme, blaugrau vor. Auf jeden Fall Wolle, vielleicht in sich gemustert. Da muss ich mich mal umsehen. Und jetzt schnell mal verlinken.

Bis bald wieder.

Inspiration – Vivienne Westwood Sew-Along

Hallo meine Lieben,

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mein Blogreader zeigte heute Vivienne Westwood hier und Vivienne Westwood da. Soll ich da mitmachen? Eigentlich habe ich noch ganz andere Nähpläne. Aber Vivienne Westwood mag ich total gern. Bereits mein erstes Parfum war ein Vivienne Westwood Libertine. Außerdem, den Durchbruch von Denkblockaden und die Vermischung der Einflüsse fand ich schon immer toll.

Also, die Frage aller Fragen: Wie bringe ich das zusammen mit den ganzen Plänen und Ideen, die hier auch so schon herumschwirren? Ich hacke den Sew-Along. 1) Mir schwebt so ein Vivienne Westwood träumt von Coco Chanel vor. 2) Da gibt es noch eine Box im Nähzimmer, in der ist ein total schöner Tweedstoff drin, aber zerschnitten. Sollte eigentlich ein Kostüm werden. Aber irgendwie war ich wohl doch nicht so ganz überzeugt zwischendrin. Und deswegen gibt es diese Box. (Weniger wohlwollende Zeitgenossen könnten den Inhalt der Box ein UFO nennen. Aber das macht hier ja keiner. Nene.) Diese wird nun verarbeitet.

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Als ich an Vivienne Westwood dachte, kamen mir gleich einige Ideen, wie man den Boxinhalt mit Karostoff und Materialmix ergänzen könnte.

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Der Tweed sollte mal ein Schößchenoberteil mit Rock werden. Der Schnitt ist Vogue 8815. Und zwar die Variante mit dem geraden Schößchen und langen Ärmeln. Außerdem hatte ich das Vorderteil so umgebaut, dass da ein Verschluss vorgesehen war. Was ich nun machen möchte, ist auf jeden Fall des Schößchens mit dem Karostoff (Mir schwebt karierte Dupionseide vor, müsste aber noch organisiert werden.) zu füttern. Das sieht man nämlich immer wieder mal. Außerdem den Stoff noch akzentuiert nach außen tragen. Da müsste ich mir aber die Box erst nochmal ansehen, wie das am besten wäre.

Desweiteren ist ein schmaler Rock zugeschnitten. Den würde ich da auch ganz gerne akzentuieren.

Jetzt kommt der frei kreative Teil. Von dem Tweed-Stoff ist noch genug da für einen weiteren Rock. Und von dem Karostoff könnte man ja genug kaufen. Wie der aber aussehen soll, kann ich erst entscheiden, wenn ich das Jäckchen gemacht habe. Das wäre dann ein Kostüm mit zwei unterschiedlichen Röcken. Ist doch ganz flexibel.

Weitere Teile sind erst einmal nicht geplant, weil da noch ganz andere Sachen auf dem Nähplan sind, z. B. ganz dringend ein neuer Wintermantel. Der vor drei Jahren genähte ist an der Schulter (Schulterriemen an Taschen sind des Teufels.) etwas fadenscheinig.

Die anderen Teilnehmerinnen finden sich dasbürofürschönedinge und ich werde mir die Beiträge auch noch genüsslich zu Gemüte führen.

Bis bald wieder.

Nähen – Bra – Sew-Along

Hallo meine Lieben,

es läuft. Das wäre der Titel meines heutigen Beitrags. Es geht aber bei diesem Treffen bei Julia nicht nur um Schwierigkeiten, sondern auch um Verarbeitungstechniken.

Beim letzten Mal habe ich eine Kauf-BeHa-Analyse gezeigt und eine Sache fand ich da besonders spannend: Die unterschiedlichen Schnittteile für Oberstoff und Futter. Mein grüner Oberstoff ist recht dehnbar und genau das habe ich probiert.

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Der Schnitt ist Isabell von sewy und ich verband beim Oberstoff das seitliche mit dem unteren Cupteil. Die Linie zeigt, wo eine Naht etwa gewesen wäre. An der Stelle des größten Überlapps der Originalschnittteile wären es 6-7 mm gewesen. Das kann der Stoff gut ab. Am Futter habe ich nach wie vor die Naht, aber insgesamt trägt es deutlich weniger auf. Gefüttert habe ich entsprechend der Anleitung mit Powernet. Es ist aber nicht zu dehnbar und passt ganz gut.

Was an der zweifarbigen Verarbeitung etwas nervt, ist der dauernde Garnwechsel. Oben grün und unten grün, oben grün und unten weiß, oben weiß und unten grün; hin und her und her und hin. Dafür ist der Effekt echt schön. Habe ich erwähnt, dass ich diese Kontrastverarbeitungen liebe?

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Das seitliche Band hat auch noch eine Lage Oberstoff bekommen und nicht nur das Powernet. Beim dehnbaren Oberstoff finde ich es einfach schöner so. Und das ist das fertige Stück:

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Kein Schleifchen, dafür ein kleines Spitzenornament. Der BeHa ist ja sonst sehr schlicht und verträgt es ganz gut. Ich wollte die Trennung von Material nach Schnittteil durchbrechen, die ich sonst gemacht habe, deswegen geht das Ornament auch auf die Cups.

Schnitttechnisch habe ich noch eine Änderung gemacht: Die gerade Obercupkante habe ich etwas verlängert, so wie Beverly Johnson es auch im Craftsy-Kurs erklärt. Diese 4 mm wirken Wunder.

Zwischenzeitlich ist dann auch meine Bestellung von bwear eingetroffen. Als Alternative zum Isabell-Schnitt habe ich Shelley auserkoren. Und auch ein Materialpaket in dunkelblau dazu bestellt. Das ist von der Beschaffenheit ganz anders, weil der Stoff ein Duoplex ist und damit quasi nicht dehnbar.

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Ich nähe jetzt beim ersten Mal auch ganz brav nach Anleitung. Die Cups mit den Trägern sind jeweils fertig. Jetzt muss noch alles zusammengefügt werden.

Es ist schon ein wesentlich anderes Nähen mit dem Duoplex. Weniger flutsch und weg, mehr Kontrolle. Wie das mit der Passform sein wird, muss ich sehen. Der Schnitt ist aber explizit für nicht oder wenig dehnbares Material. Habt Ihr Erfahrung zu Größen oder auch Größenunterschieden im Vergleich zwischen fester und dehnbarer Ware?

Diese Dessous-Welt nimmt einen schon gefangen. Neue Materialien, neue Verarbeitungsweisen, neue Passformansätze.

Bis bald wieder.

Materialien – Bra-Sew-Along

Hallo meine Lieben,

die Vielfalt und Eigenartigkeit der für Unterwäsche benötigten Materialien sind das, was mich als Teenager sagen ließ, das könne man nicht selber nähen. Sie sind auch das, was mich noch vor einiger Zeit sagen ließ, das sei zu viel Aufwand. Man wächst mit den Aufgaben. Und vor Allem: Ist erstmal ein Schritt getan, hat man sich erstmal hineingedacht und ausprobiert, wird es einfacher. Die Stoffe kann man bester einschätzen, die verschiedenen Gummibänder auch, auf Halt, Dehnbarkeit. Trotzdem gibt es noch viel zu entdecken.

Als erstes möchte ich noch einen Isabell-BeHa von Sewy nähen. Er soll grün und weiß werden.

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Von oben nach unten in weiß: Zierlitze, Unterbrustband, Bügelband und Trägerband, weiterhin drei Schleifen: Da weiß ich noch nicht, welche es werden soll. In grün ist der Oberstoff, ein Strukturjersey (von hier), Powernet und der Verschluss. Nicht auf dem Bild ist noch der stabilisierende Tüll für den Rahmen. Dieser wird weiß. Außer in weiß, hautfarben und schwarz habe ich den noch nicht gesehen.

Falls die Zeit noch reichen wird, werde ich noch einen Shelley nähen. Der Schnitt und auch das Material muss noch bestellt werden.

Bestandsanalyse

Ein Kauf-BeHa als research-Grundlage brachte noch einige Aspekte zu Tage:

  • unterschiedlicher Schnitt bei Futter und Oberstoff: Das Untercup des Futters besteht aus zwei Teilen, der Oberstoff hat allerdings keine Naht. Die Form gibt das Futter vor und da die Rundung nicht zu stark ist, kann der elastische Oberstoff sich drüberschmiegen.

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  • Tüll in den seitlichen Cups: Der unelastische Tüll, der im Rahmen verarbeitet ist (rechtes Bild), findet sich auch im seitlichen Cup, allerdings um 90 Grad gedreht. Wenn also die Richtung mit weniger Dehnbarkeit (Der Tüll ist eigentlich unelastisch, aber ein klein wenig gibt er nach.) horizontal im Rahmen ist, so ist sie vertikal im seitlichen Cup.

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  • Unterbrustband und oberer Abschluss hinten und seitlich sind identisch. Das Unterbrustband ist relativ schmal, nur 1,0 cm.

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  • Die Cup-Naht, mit der die Spitze im Obercup mit dem Untercup verbunden ist ist mit einem Band übernäht. Das Band scheint mir eine Art Tüll-Material, vielleicht Nylon, zu sein. Ich habe es aber noch nicht zu kaufen gesehen. Wenn da jemand Tipps oder Ideen hat, wäre ich dankbar.

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Soweit nun mein Ausflug in die Welt der verschiedenen Materialien. Weitere Anregungen und Möglichkeiten finden sich bei den anderen Teilnehmerinnen.

Bis bald wieder.

Inspiration und Planung – Bra-Sew-Along

Hallo meine Lieben,

urlaubsbedingt etwas spät dran nehme ich noch am Sew-Along teil, dankenswerterweise von Julia veranstaltet.

Das Thema Unterwäsche selber nähen beschäftigt mich noch nicht so lange, dafür umso intensiver. Die Dessous-Näh-Sucht hat nun auch mich erwischt. Ich sortiere mich mal:

Was habe ich schon genäht?

Genäht habe ich bislang einen Schnitt genäht, Isabell von sewy. Insgesamt sind es bisher vier Versuche gewesen (einer noch unverbloggt) und mit dem zwischenzeitlich angesehenen Craftsy-Kurs sollte es noch einer werden, da ich noch eine Schnittänderung ausprobieren möchte. Versuch klingt dabei negativer als es ist. Ich nähere mich einfach immer mehr der Passform an, die mir gefällt, wobei alle vier schon komplett tragbar sind. Das Gleiche gilt für die Verarbeitungsqualität.

Welche BHs gefallen mir?

Besonders spannend finde ich Farbkombinationen, gerne auch ungewöhnliche. Sie dürfen durchaus auch mit Spitze ein, die solche Farbakzente schon vorwegnimmt oder erahnen lässt. Insgesamt habe ich beim Bloglesen sehr interessante Arten, Spitze einzusetzen entdeckt. Eine schöner als die andere. Bezüglich der Form finde ich auch vertikale Nähte schön. Ich weiß aber tatsächlich nicht, wieviel Halt so entsteht. Irgendwie schwirrt mir im Kopf herum, gelesen zu haben, die seien vor allem für kleinere Größen gut.

Was trage ich gerne?

Diese Frage ist leichter zu beantworten als die vorhergehende und führt durchaus auch zum Widerspruch zur vorherigen Antwort. Das ist wie bei anderer Kleidung. Es gibt so tolle Stoffe, Muster und Farben. Allerdings muss die Kleidung daraus dann auch angezogen werden wollen.

Ich mache mir normalerweise am liebsten keine Gedanken über Unterwäsche. Insbesondere nicht in Bezug zur Oberwäsche. Deswegen trage ich gerne hautfarbene oder schwarze Unterwäsche. Spitze ist schön, aber muss nicht sein. Nahtlose Verarbeitung hilft bei Shirts. Ein bisschen langweilig, aber gut, weil praktisch.

Welche Schnittmuster gibt es?

Da bin ich noch auf Entdeckungstour (Die viel größere Auswahl findet sich bei den anderen Teilnehmern.) Bei sewy gibt es einige und Beverly Johnson, die den craftsy-Kurs gemacht hat, hat auch eine ganze Menge entwickelt.

Welche Blogs und Internetseiten kenne ich zu diesem Thema und besuche ich gerne?

Auch da bietet die Auswahl bei den anderen Teilnehmerinnen mehr Inspiration. Ich kenne die wundervolle Seite von LaMona, die ebenfalls am Sew-Along teilnimmt. Auch die Schnittbesprechnung von mema fand ich ganz toll. Bei Sewaholic finden sich schöne Sets.

Was möchte ich gerne nähen?

Ich möchte zwei BeHas nähen. Zum Einen die nächste Variante von Isabell. Hierzu ist vieles klar. Die Schnittanpassung habe ich gemacht. Ich muss mir nur Gedanken über Farben und noch bessere Verarbeitung machen. Mit dem werde ich jedenfalls anfangen.

Zum Anderen möchte ich einen der Beverly Johnson – Schnitte nähen. Entweder den Shelley oder einen der nahtlosen mit vorgeformten Cups (hier und hier). Das muss ich mir noch genauer ansehen, bevor ich mich entscheide.

Zur weiteren Inspiration bin ich dann mal bei den anderen Teilnehmerinnen unterwegs.

Bis bald wieder.

edit 28. September 2015: Linkfehler ausgebessert

Finale – „Das kleine Schwarze“

Hallo meine Lieben,

ein Monat geht schnell vorbei. Ein Monat ds gemeinsamen Nähens geht besonders schnell vorbei. Mein großer Dank geht an Sylvia und Monika für diesen schönen Sew-Along. (Die Beiträge hierzu finden sich hier: Ankündigung, Inspiration, Stoff & Schnitt, Zwischenstand, und insbesondere jetzt: Finale)

Ein kleines Schwarzes wollte ich schon lange. Aber irgendwie, irgendwie geschah da nichts. Der Sew-Along kam wie gerufen, denn ohne ihn hätte ich wohl immer noch kein kleines Schwarzes. Genäht wurde ein Burda-Wickelkleid (November 2013) aus schwarzem Viskosejersey und zusätzlich gefüttert.

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Das Resultat hat am Freitag schon den Praxistest im Büro bestanden, ohne die möglichen Unglücksmomente, die mit einem Wickelkleid einhergehen.

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Viel habe ich am Schnitt nicht geändert. Das Oberteil wurde verlängert, das Bindeband breiter genäht und der Besatz weggelassen. Das nächste Mal würde ich den Ärmel nochmal 3cm kürzer machen. Das könte man hier auch noch machen, aber wenn ein Stück mal den Zustand fertig erreicht hat, ist es gar nicht so einfach, es wieder in die Maschine zu  motivieren. Statt des Besatzes habe ich übrigens ein Band für die gesamte Kante genommen und auch das Futter damit festgehalten.

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Schwarz ist effektiv unfotografierbar. Das Futter und der Oberstoff sind beide tiefschwarz und sehen doch so unterschiedlich aus. Außerdem weigert sich der Fotoapparat sich, schwarze Flächen als Fotoobjekt anzuerkennen. Davon zeugen die unzähligen komplett unscharfen schwarzen Flächen, die mein Bilderordner nun beinhaltet.

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Als kleines Extra habe ich mich an Unterwäsche gewagt und einen passenden schwarzen Beha genäht. Tragebilder folgen hier später ganz sicher nicht. Lehre hieraus: Schwarz ist echt nicht gut sichtbar, das nächste Mal sollte ich zum Üben eine helle Farbe wählen.

Und was kommt jetzt? Als erstes empfehle ich jedem, sich die Finalkleider bei Sylvia anzusehen. Da ist einiges zu bewundern. Und für mich: ein weiterer schwarzer Stoff ist schon gekauft, diesmal kein Jersey. Mal sehen, wann er vernäht wird.

Bis bald wieder.

Zwischenstand – „Das kleine Schwarze“

Hallo meine Lieben,

der Sew-Along schreitet schnellen Schrittes voran. So schnellen Schrittes darf man dann im kleinen Schwarzen wahrscheinlich gar nicht schreiten. Wobei, wenn man selbst näht, darf man alles.

Heute treffen sich alle bei Monika, um von ihrem Zwischenstand zu berichten. Anhaltspunkte für diesen sind:

  • Es läuft, das Kleid näht sich wie von selbst.
  • Ich bin schon fertig und so begeistert, ich werde mir sofort noch ein Kleid nähen.
  • Nichts klappt hier, der Stoff macht zicken oder der Schnitt will einfach nicht passen aber ich beiße mich durch.

Also, wenn das Kleid sich selbst nähen würde, wäre es schon weiter. Allerdings, zugeschnitten ist alles.

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Der Schnitt wurde im Januar schon mal vernäht und das Kleid passt. Der Jersey, den ich jetzt benutze und derjenige vom Januar sind sich ähnlich. Es sollte also keine bösen Überraschungen geben. (Naja, Überraschungen soll immanent sein, dass sie eben unerwartet sind.) Insgesamt bin ich ganz zuversichtlich, was den Termin nächste Woche betrifft. Da geht es schon ins Finale.

Bis bald wieder.