Neue Töne – MMM #5

Hallo meine Lieben,

heute Abend wurde meinen Haus- und Hoffotografen im Treppenhaus aufgelauert und so gibt es doch noch einen kurzen Beitrag zum heutigen MeMadeMittwoch, den Monika mit einem winterfest gemachten Kleid mit schönem Blumenmuster anführt.

Bei mir war es heute unspektakulär. Ein grauer Wollflanellrock, der mittlerweile zwei Jahre alt ist, nach  Marfy 0757 (anderer Rock, gleicher Schnitt, siehe hier), war der erste seiner Art. Dieser Schnitt ist nun mein Standardschnitt für gerade Röcke geworden.

Dazu gibt es ein relativ neues Renfrew-Shirt von Sewaholic. Ich bin ja so gar nicht die Zielgruppe und musste den Schnitt ent-birnen, aber Tasias Designs finde ich einfach sehr ansprechend. Die Linien und Verarbeitungen sind da einfach durchdacht. Den schon ein paar mal genähten V-Ausschnitt finde ich ganz toll. Diesmal also die Variante mit dem Kragen, der in dem bunten Stoff etwas verschwindet.

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Für meine Verhältnisse ist das Shirt etwas bunt, aber inspieriert von Kuestensockes roten Oberteilen (bei ihr hier, hier, hier, …), habe ich mich an diesen rotlastigen Stoff herangetraut.

Bis bald wieder.

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Vivienne Westwood Finale – Ab jetzt allein

Hallo meine Lieben,

bei buntekleider treffen sich die Finalistinnen des Vivienne Westwood Sew-Alongs. Jeans, Röcke, Kleider, Unterwäsche, ganze Sets und Outfits sind im Rahmen dieses Sew-Alongs entstanden. Ein ganzes Kopfkino-Outift hatte ich mir auch überlegt. Allerdings ist nur ein Rock nun fertig. Die Zwischentermine fanden ohne mich statt. Da kam mir doch das Eine oder Andere dazwischen.

Bei dem Rock war ich auf Schnittsuche (hier zu sehen), letztendlich ist es doch keiner davon geworden, da Burda just in dem neuen Heft einen Rockschnitt hatte, der genau meinem Beuteschema entsprach. Deswegen ist es nun Burda 11/2015, 126 (hier bei Burda) geworden.

Im Unterschied zum Schnitt sind die Volants spiegelverkehrt auf der rechten statt auf der linken Seite, da die beiden Vorderteile spiegelverkehrt zugeschnitten sind; die Stoffseiten sind nicht ganz identisch. Daran kann ich mich zwar beim besten Willen nicht erinnern, die Indizien sprechen gegen mich. Was auch noch anders ist als im Schnitt, und zwar mit voller Absicht, ist die Doppelung der Volants. Der Schnitt sieht nur eine einfach Lage vor, die Kanten einfach versäubert. Ich wollte aber unbedingt den Zwei-Stoff-Seiten-Effekt, so dass ich die zwei Volantsteile jeweils mit einem dünnen Seidenstoff verstürzt habe. Etwas Dickeres als einen hauchdünnen Seidenstoff kann ich da auch keinesfalls empfehlen, das durch die Faltenlegung bis zu sechs Stofflagen der Volants übereinanderliegen. Das ist dann mit der Doppelung und den vorderen Rockteilen dann schon eine Menge.

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Das Bild ist in Enge und unter schlechten Lichtverhältnissen entstanden, da ich den Bund von innen noch soeben von Hand festgenäht habe. Ich benötige unbedingt noch einen Winterbilderort. Dafür habe ich während des Nähens an Euch gedacht und sowohl den Reißverschluss als auch die Schlitzverarbeitung im Detail fotografiert.

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Der Reißverschluss ist von Hand eingenäht, auf dem linken Bild ist es innen gut zu erkennen.

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Der Schlitz ist abgesteppt. Gefüttert ist der Rock ebenfalls mit dem Seidenstoff.

Ohne den Sew-Along hätte ich einen solch auffälligen Rock wohl nie gemacht. Da geht mein Dank an buntekleider und dasbürofürschönedinge für die Organisation. Auch wenn ich viel weniger mitgemacht habe als ich vorhatte, ermöglichte der Sew-Along eine neue Sicht auf alte Vorhaben. Das Jäckchen zum jetzt dazugehörigen Rock muss ich nun alleine meistern, das sollte nun kein Problem mehr sein. Und der andere Rock benötigt auch nur noch einen Bund. Müsste doch auch machbar sein.

Bis bald wieder.

WJSA15 – Letzter Zwischenstand

Hallo meine Lieben,

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die letzten werden die ersten sein. Für mein Zwischenstandposting stimmt das auf jeden Fall. Die Zwischenstände wären auch nur vom wohlwollendsten Zuschauer als Fortschritt wahrgenommen worden.

Mir ist so ein bisschen Leben dazwischengekommen. Und auch zwei wunderbare Nähnerdevents (die AnNÄHerung Süd und das Nähbloggerinnentreffen in Köln), die ich mir beide nicht entgehen lassen könnte. Die AnNÄHerung hätte theoretisch viel Nähzeit für den Mantel bedeutet, praktisch jedoch nicht, weil die Vorarbeiten noch lange nicht fertig waren.

Tatsächlich war ich nicht komplett untätig. Bei dem Vorderteil habe ich mit der FBA etwas gekämpft, was in mehreren Runden Probemäntel produzierte. Jetzt passt er. Außerdem ist jetzt alles da: Schulterpolster, Wärmeeinlage, Knöpfe, Garn, Futter. Die Futterteile ind auch schon zugeschnitten. Die Mantelteile und das Innenleben müssten diese Woche funktionieren. Ob ich bis zum Finale fertig sein werde, muss sich noch zeigen.

Die anderen, weitaus fortgeschritteneren Mäntelprojekte wie auch ein Futtertutorial sind hier zu finden.

Bis bald wieder.

Wie die Jeans fast in die Hose – MMM #4

Hallo meine Lieben,

mein heutiges Geständnis: Auch ich besitze Jeans, eine selbst genähte sogar. Eigentlich ist sie nur die Probehose. Und dabei ist es bisher geblieben. Im Alltag trage ich keine Jeans, weder zur Arbeit noch in der Freizeit. Im Urlaub brauche ich eine Jeans jedoch hin und wieder.

Die Bilder sind von gestern, und ja, ich habe sie extra nur für die Bilder angezogen:

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Das Nähen hat total Spaß gemacht: Ich konnte mich da so richtig verkünsteln, ohne das es überladen wirkt. Das Garn ist hellgrün und die Verzierung auf den Potaschen ist hellgrün mit türkis.

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Die Nieten zu platzieren muss ich noch etwas üben. Wenn da das Loch reingeschlagen ist, ist es da. Aber wer sieht bei der kleinen Tasche so genau hin.

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Vielleicht sollte ich doch mal auch die eigentliche Jeans nähen. Nur: Wofür brauche ich denn zwei?

Der Schnitt ist eine Dressy Jean von hotpatterns. Ich habe den Schnitt vor drei, vier Jahren gekauft und es war ein Desaster. Das nannte sich digitaler Schnitt, war aber lediglich über eine längst von mir verdrängte DRM-verseuchte Plattform nutzbar. Nutzbar meint dabei, dass nur direkt ausgedruckt werden konnte. Kein Abspeichern der Datei oder so. Und dann hat diese Software auf jedes Blatt auch noch einen halben Roman als Rechtsbelehrung quer über Schnitt und Anleitung gelegt. Selten habe ich einen Kauf so bereut.

Nun gut, mit etwas technischer Rafinesse hatte ich dann den Schnitt. Bis auf die Schrittnaht fand ich den sogar ganz gut. (Diese war etwas eckig, das aber ich nachgerundet.) Zur Anleitung kann ich nicht viel sagen, weil die ein einziger Lückentext war, siehe oben.

Seitdem habe ich Shopseite nicht mehr besucht; bis heute. Als ich den Link herauszusuchte, stellte ich fest, dass die digitalen Schnitte anders angeboten werden. Auch gibt es diesen Hosenschnitt nicht digital. Das spricht dafür, dass sie nicht mehr mit dieser Plattform zusammen arbeiten. Habe ich jetzt aber nicht getestet.

Nun aber schnell zu Sybille zum MMM, die die Quintessenz einer Jeans kombiniert und genäht hat.

Bis bald wieder.